Gegen Arminia Bielefeld : Christopher Quiring: Wer trifft, der spielt

Unions Christopher Quiring traf zuletzt zweimal gegen Bochum, anschließend wurde über seine Zukunft spekuliert. Unions Trainer Uwe Neuhaus will den Offensivmann behalten und setzt auch gegen Arminia Bielefeld auf ihn.

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Wertvoll für Union? Christopher Quiring (r.) bei seinem Doppelpack gegen Bochum.
Wertvoll für Union? Christopher Quiring (r.) bei seinem Doppelpack gegen Bochum.Foto: dpa

Während der letzten Arbeitswoche in diesem Jahr hatte sich bei Uwe Neuhaus einiges angestaut. Der Trainer des 1. FC Union ärgerte sich sogar so sehr, dass er kurz vor der Winterpause mit seinen Prinzipien brach und zumindest teilweise die Aufstellung für das abschließende Heimspiel am Sonnabend gegen Arminia Bielefeld (13 Uhr) verriet. „Wer ist denn so blöde, einen Spieler rauszunehmen, der zwei Tore geschossen hat?“, fragte Neuhaus, ohne eine Antwort zu erwarten. „Chrissi spielt. Da lege ich mich schon mal fest.“

Gemeint war Christopher Quiring, der in Bochum beim 4:0-Sieg zwei Tore geschossen und so entscheidend zum ersten Sieg nach sechs erfolglosen Spielen beigetragen hatte. Anschließend war über Quirings Zukunft spekuliert worden. Weil der 23 Jahre alte Offensivspieler in der Hinrunde meist nur Kurzeinsätze bestreiten durfte, hielten sich Gerüchte um eine Ausleihe zur Winterpause. Dynamo Dresden und Erzgebirge Aue sollen Interesse bekundet haben. Neuhaus verneint dies. „Da waren so viele Dinge dabei, die spekulativ und die an den Haaren herbeigezogen sind. Ich weiß von keiner Anfrage, ich weiß auch nicht, dass Chrissi wegwill. Das Thema ist doch gar nicht da.“

Quiring dürfte die Einsatzgarantie für das abschließende Heimspiel im Stadion An der Alten Försterei guttun. Sie kann als Signal verstanden werden, dass Neuhaus weiterhin mit ihm plant, auch wenn Union in der Offensive über viele personelle Möglichkeiten verfügt.

Andere Spieler, die in Bochum noch überzeugen konnten, haben nicht so viel Glück. Ihnen hat Neuhaus keine Einsatzgarantie gegeben. In Person von Michael Parensen, Baris Özbek, Patrick Kohlmann und Sören Brandy kehren gleich vier Spieler ins Aufgebot zurück, die vor einer Woche gesperrt waren. Schwer vorzustellen, dass Neuhaus alle vier zunächst auf der Bank lässt, auch wenn er sagt: „Ich denke nicht, dass ich so viel ändern werde.“ Auf einer Position muss er ganz sicher wechseln, Simon Terodde ist nach fünf gelben Karten gesperrt. Dazu könnte es sein, dass Björn Kopplin seinen Platz als linker Verteidiger wieder räumen muss. Mit Parensen und Kohlmann stehen gleich zwei Alternativen bereit.

Kopplin ist wie Quiring ein Spieler, der sich zwischen den Jahren Gedanken über seine sportliche Zukunft machen dürfte. Vor dem Spiel in Bochum stand er während der Hinrunde nur fünf Minuten auf dem Feld. Enttäuschend für jemanden, der einst in der Jugend beim FC Bayern spielte und von der U17 bis zur U20 regelmäßig für die Nationalmannschaft zum Einsatz kam.

Gut möglich, dass es bis Ende Januar noch Veränderungen im Kader des 1. FC Union geben wird. Präsident Dirk Zingler hat bereits angekündigt, dass man sich nach Verstärkung umsehen und auch zugreifen werde, sofern die Rahmenbedingungen stimmen. Für Christopher Quiring und Björn Kopplin sind das keine guten Nachrichten.



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