Gegen Düsseldorf : Alba verteidigt euphorisch

Mit starker Defensivarbeit im Spiel gegen die Riesen vom Rhein erkämpft Alba Platz zwei.

Helen Ruwald

Berlin - Es ging nicht um spektakuläre Dunkings oder Zehn-Meter-Wunderwürfe. Ganz anderes brachte Marco Baldi am Mittwochabend in Verzückung. „Es war beeindruckend, mit welcher Begeisterung die Mannschaft verteidigt hat“, schwärmte Alba Berlins Geschäftsführer nach dem 88:62 (51:21)-Sieg im Bundesligaspiel gegen die Giants Düsseldorf. „Die Spieler berauschen sich an ihrer eigenen Defense.“ Jeder Zweikampf zählt, für Schmerzen ist keine Zeit. Imponiert hat Baldi Neuzugang Derrick Byars, der beim Block „so ein Ding gekriegt hat, aber er hat nicht mal gezuckt“.

Trainer Luka Pavicevic schwört auf harte Verteidigungsarbeit als Grundlage des Erfolgs, und auch seine Spieler scheinen das Konzept verinnerlicht zu haben. Dem 62:44 in Bamberg folgten ein 93:59 in Paderborn, ein 90:64 gegen Hagen und eben der Triumph gegen Düsseldorf, der höher ausgefallen wäre, hätte Alba nicht das letzte Viertel 14:26 verloren. Damit hat sich das Team in der Tabelle nach mühsamem Start auf Platz zwei vorgearbeitet, mit einem Spiel Rückstand auf Tabellenführer Quakenbrück. Dort treten die Berliner in acht Tagen an, morgen kommt es in Frankfurt zum Spitzenspiel bei den drittplatzierten Skyliners.

Nicht immer gelängen tolle Würfe, sagt Julius Jenkins, „aber den Gegner kann man immer stoppen“. Und gibt dieser erst einmal frustriert auf, dann fallen auch vorne die Bälle in den Korb – gegen die Giants traf Alba zehn von 20 Dreiern. Alba war so dominant, dass Düsseldorfs Trainer Achim Kuczmann sich bemüßigt fühlte, sein Team zu loben, weil es „nicht mit 50 Punkten Unterschied“ verlor.

Am Ende fand Baldi dann doch noch etwas zu meckern. Der 20-jährige Andreas Seiferth durfte in seinem ersten Bundesligaspiel 1:46 Minuten spielen, auch Oskar Faßler kam zum Einsatz. Mit ihrem Engagement war Baldi nicht zufrieden: „Die jungen Spieler würdigen es nicht, wenn sie aufs Feld dürfen. Da muss man jede Minute kämpfen.“ 

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