Sport : Gegen Fortuna Köln waren zwei Feldverweise und ein Punkt die einzige Ausbeute

Die Millionentruppe von Tennis Borussia steckt weiter in der Krise. Der ambitionierte Berliner Fußball-Zweitligist musste bei Fortuna Köln nach zwei Platzverweisen am Ende sogar noch froh über ein 0:0 sein und wartet nach dem vierten Unentschieden in Folge nun schon seit fünf Spielen auf einen "Dreier". TeBe rutschte damit vom dritten auf den vierten Platz ab. Nach dieser erneuten Schlappe wird es Tennis Borussia schwer haben, das Ziel "Wiederaufstieg" zu realisieren.

Die Berliner konnten bei der ersatzgeschwächten Fortuna, die nun schon seit sechs Spielen auf einen Erfolg wartet, noch nicht einmal einen Foulelfmeter verwerten. Francisco Copado scheiterte in der 40. Minute an Torhüter Tomasz Bobel. Drei Minuten später sah der bereits verwarnte Berliner Ivan Kozak wegen Ballwegschlagens Gelb-Rot. In der 77. Minute erhielt Marko Tredup wegen groben Foulspiels sogar die Rote Karte.

Vor nur 1000 Zuschauern im Südstadion hätten Alexander Lex (53.) und Toralf Konetzke (60.) in Überzahl die Gastgeber in Führung bringen können, scheiterten jedoch am Schweizer Schlussmann Andreas Hilfiker. Auf der anderen Seite parierte Bobel gegen den freistehenden Uwe Rösler, den Nachschuss setzte Sergej Kirjakow am Pfosten vorbei (63.).

Bobel und Abwehrakteur Rajko Tavcar waren in einer schwachen Partie noch die besten Kölner Akteure. Bei TeBe erreichten allenfalls der tschechische Libero Jan Suchoparek und Mittfeldspieler Bruno Akrapovic Normalform.

Die Serie des FSV Mainz 05 von zehn Spielen ohne Niederlage ist beendet. Fünf Tage nach dem 2:1 im Pokal-Achtelfinale gegen Champions-League-Teilnehmer Hertha BSC verlor Mainz vor 6130 Zuschauern im Stadion am Bruchweg gegen Absteiger VfL Bochum durch einen Treffer des Südafrikaners Delron Buckley in der 43. Minute mit 0:1 (0:1). Für Bochum, das nach dem 5:4 über den VfL Wolfsburg ebenfalls im Viertelfinale des DFB-Pokals steht, war es bereits der dritte Auswärtssieg. Mainz verpasste nach der ersten Heimniederlage den Sprung auf einen Aufstiegsplatz. FSV-Abwehrspieler Jürgen Klopp absolvierte gegen die Westdeutschen seine 300. Zweitliga-Begegnung.

Ein Doppelschlag von Stephan Lämmermann hat Aufsteiger Alemannia Aachen wieder einmal ein Erfolgserlebnis beschert. Durch zwei Tore des Routiniers zum Ende der ersten Halbzeit (39./42.) und durch Dietmar Berchtold (73.) besiegten die Westdeutschen den FC St. Pauli mit 3:1 (2:0). Ivan Klasnic konnte für die Hamburger nur noch den Anschlusstreffer (58.) erzielen.

Nach zuletzt vier Spielen ohne Sieg meldete sich die Alemannia durch den dreifachen Punktgewinn im oberen Tabellendrittel zurück, während die jüngste Erfolgsserie der Kiez-Kicker von fünf Spielen ohne Niederlage jäh gestoppt wurde.

Der 1. FC Nürnberg hat die Pokalhelden der Stuttgarter Kickers wieder auf den harten Boden des Zweitliga-Alltages zurückgeholt. Vier Tage nach dem Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals durch den Erfolg gegen Erstligist Arminia Bielefeld unterlagen die Schwaben bei Bundesliga-Absteiger 1. FC Nürnberg 2:3 (0:2) und halten dadurch weiter Tuchfühlung zur Abstiegszone. Die in dieser Saison nach wie vor im heimischen Frankenstadion ungeschlagenen Nürnberger verbesserten sich auf einen Aufstiegsrang.

Vor der Saison-Minuskulisse von 10 500 Zuschauern war bester Akteur auf Seiten der Nürnberger neben Beljakow noch Mittelfeldspieler Störzenhofecker. Bei den Gästen, die weiterhin auf ihren ersten Auswärtssieg in dieser Saison warten, konnten Alexander Malchow und Maric überzeugen.

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