Sport : Gegen Hitze und 60 000 Fans

Die U 17-Junioren starten in eine schwere WM

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Foto: dpadpa

Abuja - Mit eigener Köchin, Sicherheitspersonal und einer Reihe von Impfungen ist die U 17-Nationalmannschaft des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zur WM nach Nigeria aufgebrochen. Seit Dienstag bereitet sich das Team von Trainer Marco Pezzaiuoli unter erschwerten Bedingungen auf das Eröffnungsspiel in Abuja gegen Gastgeber und Titelträger Nigeria vor. Hohe Temperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit und stumpfer Rasen beanspruchen die DFB-Junioren erheblich. „Diese WM in Afrika hat schon besondere Voraussetzungen. Aber das soll kein Alibi sein, das sind Herausforderungen“, sagte DFB-Sportdirektor Matthias Sammer.

Neben dem ungewöhnlichen Klima wartet eine schwere Vorrundengruppe mit den Gegnern Nigeria, Argentinien und Honduras auf die DFB-Elf. Im Eröffnungsspiel am Samstag wird sich der deutsche Nachwuchs zudem vor 60 000 Zuschauern im Abuja National Stadium präsentieren müssen, was Pezzaiuoli gegenüber schon als psychologischen „Knackpunkt“ bezeichnete. Ähnlich beeindruckend ist die Tatsache, dass das Trainingsgelände aufgrund der angespannten politischen Lage in Nigeria von einem bewaffneten Polizeiaufgebot abgesichert wird. „Komisch sieht das schon aus, aber es stört uns eigentlich nicht“, befand Torhüter Marc-Andre ter Stegen.

Für den DFB könnte die WM nach den EM-Siegen der U 17 und U 21 sowie einem bemerkenswerten Auftritt der U 20 bei der WM in Ägypten einen krönenden Abschluss eines erfolgreichen Jahres im deutschen Junioren-Fußball bilden. „Wir haben immer gesagt, dass die Weltspitze und Titel unsere Ziele sein müssen“, gibt Sammer den Kurs vor. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, stützt sich Pezzaiuoli vor allem auf seine EM-Elf und hat lediglich vier Änderungen am Kader vorgenommen. Christopher Avevor (Hannover 96), Daniel Hofstetter und Kevin Volland (beide 1860 München) sowie der Bochumer Jonas Ermes sind neu im Team, Niko Opper (Leverkusen) wurde als einziger Europameister von Magdeburg nicht berufen. Wichtig wird sein, wie sich die Spieler körperlich präsentieren. Durch viele Impfungen wurden einige Akteure krank, konnten nicht regelmäßig trainieren. Eine Malaria-Prophylaxe wird das Leistungsvermögen weiter beeinträchtigen. Tsp/dpa

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