Gegen Hoffenheim : Christoph Janker zurück in der Startelf

Herthas Christoph Janker kehrt an diesem Samstag gegen seinen ehemaligen Klub Hoffenheim zurück in die Startelf - und hält sein Team für die bessere Mannschaft.

von
Foto: Kai-Uwe Heinrich
Foto: Kai-Uwe Heinrich

Berlin - Das lose Mundwerk gehört zu Berlin wie das Brandenburger Tor oder eben das Olympiastadion, daran hat sich Christoph Janker längst gewöhnt. „Ich finde, Berlin ist eine tolle Stadt, ich fühle mich sehr wohl hier“, sagt der 26-Jährige. Womit sich der Verteidiger von Fußball-Bundesligist Hertha BSC allerdings nicht abfinden will, ist die Schnelllebigkeit des Trends, die sich in Berlin gern mit einem Hang zur Hysterie paart. „Wir haben ein gutes Jahr gespielt, sind souverän aufgestiegen, stehen in der Bundesliga ordentlich da, auch wenn wir ein paar Zähler mehr haben könnten“, sagt Janker.

Doch seit fünf Spielen warten die Berliner auf einen Sieg, der Vorsprung zum Relegationsplatz beträgt lediglich vier Punkte. Zudem beschäftigt die Debatte um die Vertragsverlängerung von Trainer Markus Babbel den Verein. In dieser angespannten Situation trifft Janker mit den Berlinern am Sonnabend auf seinen ehemaligen Verein, die TSG Hoffenheim, die im Moment mit 21 Punkten in die Kategorie direkter Konkurrent fällt. „Ich freue mich darauf, auch wenn wir ein bisschen unter Druck geraten sind und aus Sinsheim wenigstens einen Punkt mitbringen sollten“, sagt er. Da Andre Mijatovic und Maik Franz verletzungsbedingt ausfallen, könnte Janker zum Einsatz kommen.

2009 hat Janker nach drei Jahren den Hoffenheimer Klub verlassen. „Ich hatte das Gefühl , dass mir eine sportliche Veränderung gut tun würde – und als dann die Anfrage aus Berlin kam, musste ich nicht lange überlegen“, erzählt Janker. Allerdings hat sich der 26-Jährige bisher nicht als Stammkraft etablieren können. 15 Einsätze in seinem ersten Hertha-Jahr folgten vier im zweiten und bisher vier im dritten, was nicht zuletzt mit vielen kleineren Verletzungen zu tun hatte. „Ich bereue den Wechsel trotz der knappen Einsatzzeiten nicht“, sagt Janker. „Ich bewege mich in einer intakten Mannschaft, die zwar nicht die Offensiv-Qualitäten der TSG Hoffenheim hat. Dafür sind wir die bessere Mannschaft, was die Geschlossenheit betrifft.“

Genau diese Tugend müssten die Berliner am Sonnabend an den Tag legen, wenn sie die Bundesligahinrunde mit einem Erfolg beenden wollen. „Wenn wir nicht als Kollektiv auftreten, werden wir in alle Einzelteile zerlegt“, sagt Janker – und das wäre alles andere als förderlich für das Selbstvertrauen vor dem finalen Hertha-Spiel im Jahr 2011: Am kommenden Mittwoch wartet ja noch das Heimspiel im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den 1. FC Kaiserslautern.

„Wir müssen uns noch zwei Mal 90 Minuten lang konzentrieren, dann können wir auch fünf, sechs Tage abschalten“, sagt Janker. Selbst in Berlin soll es ja zur Weihnachtszeit besinnlich zugehen – den Umständen entsprechend, versteht sich.

Autor

8 Kommentare

Neuester Kommentar