Gegen Spanien : Mit Haas, Kohlschreiber und Mayer

Mit Rückkehrer Thomas Haas als Nummer eins nimmt das deutsche Davis-Cup-Team das Erstrundenduell mit Spanien in Angriff. Während die Gastgeber in Frankfurt mit dem besten Team antreten, müssen die Gäste wohl Rafael Nadal und David Ferrer ersetzen.

Mit einer gehörigen Portion Optimismus und der vermeintlich stärksten Mannschaft geht das deutsche Davis-Cup-Team in die Erstrundenbegegnung mit Spanien. Nachdem der zuletzt angeschlagene Thomas Haas am Montag in einem Telefonat mit Kapitän Carsten Arriens Zuversicht versprüht hatte, nominierte der Tennis-Bundestrainer die deutsche Nummer eins als Spitzenkraft für den Vergleich vom 31. Januar bis 2. Februar in Frankfurt am Main. Zudem setzt Arriens auf Philipp Kohlschreiber, Florian Mayer und Daniel Brands gegen die ersatzgeschwächten Spanier. Rafael Nadal und David Ferrer verzichten auf einen Einsatz.

„Mir ging's darum, mit dem besten Team antreten zu können“, sagte Arriens am Dienstag bei der Bekanntgabe der Namen im Frankfurter Römer. Der Kapitän berichtete, dass sich Tommy Haas „sehr zuversichtlich“ geäußert habe, bis zum Davis-Cup-Wochenende wieder fit zu sein. Der Zwölfte der Weltrangliste hatte bei den Australian Open in der ersten Runde gegen den Spanier Guillermo-Garcia-Lopez im zweiten Satz wegen Schmerzen in der chronisch lädierten Schulter des Schlagarms aufgegeben.

Während Arriens im Fall von Haas von einem „noch kleinen Fragezeichen“ sprach, habe Philipp Kohlschreiber „Entwarnung“ gegeben. Die Nummer 23 in der Welt war wegen Problemen im Oberschenkel zu seinem Auftaktmatch in Melbourne gar nicht angetreten.

Ob Haas tatsächlich sein Comeback in der Nationalmannschaft geben wird, soll sich „nach ein paar Härtetests“ entscheiden. Arriens deutete an, dass der Routinier eventuell nur im Doppel zum Einsatz kommen könnte und befand: „Er ist ein außergewöhnlicher Spieler, der mit 95 Prozent dem Team auch noch hilft.“ Die Einzel auf dem schnellen Hartplatz in der an allen drei Tagen ausverkauften Fraport-Arena würden dann Philipp Kohlschreiber und Florian Mayer spielen. Über den Weltranglisten-37., der in Melbourne erst im Achtelfinale gegen David Ferrer gescheitert war, äußerte sich Arriens geradezu euphorisch: „Es ist gut, dass ich einen Spieler habe, der in diesem Jahr schon viele Matches hatte und den ich jederzeit einsetzen kann.“ Wegen der etwas unsicheren Situation von Haas verzichtete Arriens auf einen Doppel-Spezialisten und berief Daniel Brands als vierten Mann. (dpa)

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