• Gegner der BR Vollyes: VfB Friedrichshafen: Weg vom Powervolleyball, hin zu Titeln

Gegner der BR Vollyes : VfB Friedrichshafen: Weg vom Powervolleyball, hin zu Titeln

Der VfB Friedrichshafen hat seine Mannschaft stark verändert – heute steht das Duell mit den BR Volleys an.

Stelian Moculescu ist ein selbstbewusster Mann. Das kann er auch sein, als Trainer hat er stattliche 17-mal die Deutsche Meisterschaft gewonnen, 18-mal den Pokal und 2007 holte er mit dem VfB Friedrichshafen sogar noch den Champions-League-Titel, zusätzlich zu Meisterschaft und Pokal. Moculescus Selbstbewusstsein paart sich zudem mit einem aufbrausendem Naturell. Tiefstapeln, sich zurücknehmen – das liegt dem Rumänen eigentlich gar nicht.

Umso überraschender ist deshalb, was der Friedrichshafener Trainer vor dem Spitzenspiel der Volleyball-Bundesliga sagte. Am Sonntag (14.30 Uhr) empfängt er mit dem VfB die BR Volleys. Sein Team ist Erster (mit allerdings einem Spiel mehr), die Berliner sind Zweiter. Vor ein paar Jahren hätte Moculescu in diesem Fall noch große Töne gespuckt, doch nun sagt er: Als Favoriten sehe er sich und seine Mannschaft nicht. „Aber wir wollen immer das Beste zeigen.“

Diese Zurückhaltung mag daher kommen, dass Moculescu und der VfB in den vergangenen drei Jahren stets den Berlinern unterlegen waren. Diese drei Jahre ohne Meistertitel schmerzen ihn natürlich sehr, an seinem Selbstbewusstsein kratzen sie allerdings nicht. Und auch wenn er vor dem ersten frühen Aufeinandertreffen mit den Volleys in dieser Saison tiefstapelt. Sein großes Ziel lautet: endlich wieder Meister werden. Dafür hat er einiges getan. „Unsere Mannschaft hat sich eindeutig mehr verändert als Berlin“, sagt Moculescu. Acht Spieler verließen Friedrichshafen – ausgewirkt hat sich vor allem der Abgang der vier Bulgaren. „Friedrichshafen spielt nun nicht mehr den Powervolleyball, dafür sind sie vielseitiger geworden und schwerer auszurechnen“, sagt Kaweh Niroomand, der Manager der BR Volleys.

"Wir müssen uns nicht verstecken"

Sieben Spieler kamen neu zum VfB. Unter anderem der Argentinier Maximiliano Gauna, der Niederländer Maarten van Garderen, der Tscheche Michal Finger sowie die beiden ehemaligen Friedrichshafener Simon Tischer und Adrian Gontariu. Besonders auf Tischer ruhen große Hoffnungen. Steht er doch für die so erfolgreiche Vergangenheit. Beim Triple vor sieben Jahren war der Zuspieler dabei. Tischer, der sich im Sommer an beiden Knien operieren ließ und lange pausieren musste, befeuert die hohen Erwartungen sogar. „Wir müssen uns nicht verstecken und wollen im Kampf um die Meisterschaft von Beginn an attackieren“, betont der neue Kapitän. Und nach dieser Saison möchte der 32-Jährige sagen: „Wow, genau wie 2007.“

In absoluter Titelform ist der VfB jedoch noch nicht. Von seinen vier Spielen ging schon eines verloren – zu Hause gegen Düren. „Manchmal fehlt noch die Abstimmung und dann brauchen wir zu lange, um wieder Punkte zu machen“, sagt der neue Außen-Annahmespieler van Garderen. Aufgrund all der Umstellungen im Kader lässt sich Moculescu davon nicht verunsichern. „Natürlich haben wir noch Luft nach oben“, sagt er. „Aber wir merken, dass es von Woche zu Woche einfacher wird.“ In der Endphase der Saison soll sein Team auf dem Höhepunkt sein. Deshalb sagt Moculescu: „Meisterschaft, Pokal – da ist sicherlich was drin.“ (Tsp)

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