Sport : Geheim-Operation Helmer

Herthas saisonale Verletztenmisere ist hinlänglich beschrieben worden. Vorläufiger Höhepunkt ist eine für drei Tage und Nächte geheimgehaltene Operation Thomas Helmers. Manager Dieter Hoeneß hat gestern bestätigt, dass Helmer am Freitag in München an der Achillessehne operiert. Danach wird der 34-Jährige für mindestens acht Wochen ausfallen. Zugezogen hatte Helmer sich diese Verletzung im Champions-League-Spiel beim FC Chelsea am 3. November (0:2). Zunächst wurde er 14 Tage lang konservativ behandelt. Erst nach einer Untersuchung bei Helmers Vertrauensarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt fiel in München die Entscheidung für eine Operation.

Für die eigentliche Pikanterie in diesem Zusammenhang sorgt die vertragliche Situation. Helmer wurde von Hertha BSC vor Beginn der Champions League vom FC Sunderland nur bis zum 31. Dezember ausgeliehen. Danach sollte eine Entscheidung fallen, ob er weiter für Hertha spielen wird. "Wir werden uns jetzt mit Thomas Helmer zusammensetzen und darüber reden, wie es weiter geht", sagt Hoeneß. Hertha strebt eine Entscheidung an. "Ich will nicht über den Spieler reden, sondern zuerst mit ihm", erklärt Hoeneß. Auch deswegen sei man nicht vorher in die Öffentlichkeit gegangen. "Wenn er nicht weiter für Hertha spielt, dann erhält er einen Anschlussvertrag in England", sagt der Manager. Vor einigen Wochen hatte Thomas Helmer selbst gesagt, dass er sein Berlin-Gastspiel gern verlängern würde.

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