Geld weg : Neue Probleme für die Deutsche Eislauf-Union

Die klamme Deutsche Eislauf-Union (DEU) hat mit neuen, unerwarteten finanziellen Problemen zu kämpfen. Der Bund fordert die Rückzahlung von 78.000 Euro, die als Fördermittel an die DEU überwiesen wurden.

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Berlin - Allerdings war das Geld schon vor 2006 in die DEU-Kasse geflossen. Das ist insofern bedeutsam, weil es sich bei der Hälte der Summe um Prämien handelt, die an Eiskunstlauf-Trainer Ingo Steuer ausbezahlt wurden. Das Geld kam aus Fördermitteln des Bundesinnenministeriums (BMI). 2006 wurde bekannt, dass Steuer als Spitzel für die Stasi gearbeitet hatte. Seither verbietet das BMI der Deutschen Eislauf-Union, den Trainer Steuer zu bezahlen. Ansonsten würden sofort alle Fördermittel gestoppt.

„Mit dieser Rückforderung hatten wir nicht gerechnet“, sagte DEU-Vizepräsidentin Elke Treitz gestern in Berlin. Dort präsentierten die Weltmeister und Olympiadritten Aljona Sawtschenko/Robin Szolkowy ihr neues Programm. Uwe Harnos, der zweite DEU-Vizepräsident, der ebenfalls in Berlin war, sagte: „Wir haben mühsam 80 000 Euro angespart. Wenn wir 78 000 Euro zurückzahlen müssen, haben wir nichts mehr.“ Leider müsse das aktuelle Präsidium der DEU für Probleme bezahlen, die von früheren Spitzenfunktionären verursacht worden seien.

Treitz hofft aber, dass die DEU doch noch zumindest von der Rückzahlung der Prämien verschont bleibt. „Denn als Steuer das Geld erhielt, war das zum damaligen Zeitpunkt rechtmäßig. Wir werden das Ganze jetzt noch mal prüfen lassen.“ Die restlichen knapp 40 000 Euro sind Fördergelder, die zwar beantragt und ausbezahlt, aber nie ausgegeben worden sind. „Manchmal werden Menschen kurzfristig krank und können dann nicht zu einer Weltmeisterschaft fliegen“, sagte Treitz.

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