Sport : Geldstrafe und Ermittlung gegen Josip Simunic

Zürich/Zagreb - Auch der Fußball-Weltverband Fifa ermittelt nun gegen den früheren Bundesligaprofi Josip Simunic. Wegen dessen verbaler Entgleisung nach der WM-Qualifikation Kroatiens am Dienstag sei ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden, teilte die Fifa mit. Der 35-Jährige von Dinamo Zagreb hatte nach dem 2:0-Sieg gegen Island via Stadionmikrofon den Gruß „Za Dom“ (Für die Heimat) gerufen, das Publikum hatte „Spremni!“ (Bereit!) geantwortet – eine Parole der nationalistisch-faschistischen Ustascha-Bewegung. Die kroatische Justiz hatte den ehemaligen Profi von Hertha BSC zu einer 3270 Euro Geldstrafe verurteilt, der höchstmöglichen Buße für Aufhetzung zu rassistischem Hass bei Sportwettbewerben. Der Verband bezeichnete das Verhalten von Simunic zwar als unangemessen, zeigte sich aber bestürzt über die folgende „Lawine“, die den Verteidiger deswegen treffe. Simunic beteuerte in einer Erklärung, er habe „nicht einen Moment lang beabsichtigt, Fans zu nationalem oder religiösem Hass anzustiften“.dpa

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