Sport : Gemeinsam vor Gericht DDR-Dopingopfer König strebt Sammelklage gegen NOK an

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Berlin (Tsp). Die ehemalige DDRSchwimmerin Karen König strebt zusammen mit anderen Dopingopfern eine Sammelklage gegen das Nationale Olympische Komitee (NOK) an. „Mein Anliegen ist es, dass das, was am Ende herauskommt, nicht nur für mich allein, sondern für alle Dopingopfer von Nutzen ist“, sagt die 34-jährige Berlinerin. Sie werde demnächst mit weiteren Betroffenen Kontakt aufnehmen.

Das Oberlandesgericht Frankfurt/Main hatte am Dienstag ihrem Antrag auf Prozesskostenhilfe stattgegeben. Karen König klagt auf Feststellung, dass das NOK Deutschland verpflichtet sei, jeden durch die Einnahme von Dopingmitteln entstandenen materiellen und immateriellen Schaden zu ersetzen. Der Klage werden gute Chancen auf Erfolg eingeräumt.

Die Berlinerin schlug unter anderem vor, das NOK solle „einen bestimmten Betrag“ in den Dopingopfer-Hilfe-Fond einzahlen. Die Summe könne dann an die Opfer vermittelt werden. Das Gericht hatte erklärt, dass der zivilrechtliche Schadenersatzanspruch von Karen König gegen das DDR-NOK durch die Vermögensübernahme auf das NOK Deutschland übergeleitet werde. Eine grundlegende Stellungnahme hat das NOK bisher nicht abgegeben.

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