Sport : Genau daneben

Die Eisbären werden den Erwartungen nicht gerecht

Mathias Klappenbach

Berlin - Es war vorher klar, dass er auf dem Eis noch nicht viel helfen wird. Dennoch hatten die Berliner Eisbären gehofft, mit der Verpflichtung des NHL-Spielers Erik Cole kurzfristig mehr Motivation in die Mannschaft zu bringen. Denn in dieser Saison läuft es noch nicht so richtig beim deutschen Vizemeister, auch beim Debüt des neuen Stürmers Cole verloren die Eisbären am Freitagabend 0:2 gegen die DEG Metro Stars. „Cole braucht noch drei bis vier Wochen, bis er richtig fit ist. Im Moment hat er 70 Prozent seiner Leistungsfähigkeit“, sagte Eisbären-Trainer Pierre Pagé.

Cole vergab eine große Chance und war dann nach seinem ersten Spiel enttäuscht. Der erst am vergangenen Dienstag in Berlin eingetroffene US-Amerikaner bekam trotzdem viel Eiszeit und wurde auch gleich im Über- und Unterzahlspiel eingesetzt. Doch die Präsenz des neuen Stars nutzte nichts. Die Eisbären spielten zwar besser als zuletzt, dennoch verloren sie im siebten Heimspiel in der Deutschen Eishockey-Liga bereits zum dritten Mal. Das ist eine ungewohnt hohe Quote für die Berliner Fans, die ihr Team am Freitag bis zum Schluss anfeuerten. Zweimal schon haben die Berliner im Sportforum kein Tor erzielt.

Am Freitag konnten die Eisbären den überragenden Düsseldorfer Torhüter Andrej Trefilow trotz vieler guter Chancen nicht überwinden. „Wir haben schon schlechter gespielt und gewonnen“, sagte Pagé. Trotz der Leistungssteigerung können die Eisbären mit den Ergebnissen nach dem ersten Viertel der Hauptrunde in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) nicht zufrieden sein. „Wir hängen hinter unseren Zielen zurück. Unser Spiel muss aggressiver werden“, sagte Pagé.

Der Trainer fordert mehr Einsatz von seinen Profis, die nur auf dem fünften Platz in der DEL stehen. Schon heute (14.30 Uhr) haben sie beim Deutschen Meister Frankfurt Lions die Gelegenheit, der Forderung nachzukommen. Die Frankfurter, die im vergangenen Jahr gegen die Eisbären im Finale triumphierten, sind richtig schwach in die Saison gestartet und stehen derzeit noch nicht einmal auf einem Play-off-Platz.

Die neuen Stürmer der Lions haben bisher kaum getroffen, dennoch haben die Frankfurter mit 47 Treffern neun Tore mehr erzielt als die Eisbären. Am Freitag siegten die Lions überraschend mit 5:0 in Mannheim. In den vergangenen Spielen haben sich die Frankfurter nach und nach gesteigert. Um zu gewinnen, müssen das auch die Eisbären tun.

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