Sport : Generalprobe gegen Holland light

Deutschland testet gegen die Schweiz den Ernstfall

Michael Rosentritt

Winden – Während Michael Skibbe über den nächsten Gegner der deutschen Fußball-Nationalmannschaft spricht, rührt seine rechte Hand gleichmäßig den Kaffee um. Er rührt und rührt und redet und redet. Vielleicht soll es Gelassenheit demonstrieren vor dem Spiel gegen die Schweiz, Mittwochabend im „St. Jakob-Park“ zu Basel. Dabei hätte der 38-jährige Bundestrainer durchaus aufgeregter sein können. Vier Tage nach dem 7:0 gegen Malta wird das Spiel gegen die Schweiz für die deutsche Elf zum einzig echten Härtetest für ihr so wichtiges EM-Auftaktspiel gegen die Niederlande am 15. Juni in Porto. Auch deshalb, weil der EM-Teilnehmer als Kopie der Niederlande gilt – Holland light, sozusagen.

„Die taktische Ausrichtung der Schweizer Mannschaft ähnelt sehr der der holländischen Mannschaft“, sagt Skibbe, man habe sich bewusst die Schweiz als Testspielgegner ausgesucht. Das erinnert ans Boxen – dort engagiert man sich auch ein paar halbwegs ernst zu nehmende Sparringspartner, die den Gegner in Sachen Kampfstil kopieren können. Wie Holland spielt die Schweiz mit einer Viererkette, wobei die zwei zentralen Manndecker „sich selten in den Spielaufbau einschalten, dafür aber die Außenleute“, erzählt Skibbe. Außerdem spielen die Schweizer mit einer Mittelfeld-Raute, wobei einer der vier Spieler etwas defensiver und ein zweiter offensiver agiert. Die Aufstellung der deutschen Elf wird der EM-Formation sehr nahe kommen, sagt Skibbe.

„Das ist noch nicht unsere Wunschformation für das Hollandspiel, aber acht bis neun Positionen sind fest vergeben.“ Vakanzen gibt es nur im Sturm. Gegen die Schweiz könnte neben Miroslav Klose auch Thomas Brdaric spielen. Dieser war zuletzt leicht angeschlagen, „aber er hat die letzten Trainingseinheiten sehr zu unserer Zufriedenheit absolviert“, sagt Skibbe.

Heute im Fernsehen:

Deutschland – Schweiz

live im ZDF

SPIELBEGINN 20.45 Uhr

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