Genug gemeckert : Gelassenheit trotz Krise beim 1. FC Union

Nach dem Fehlstart in der Liga steht der 1. FC Union unter Druck. Trotzdem gibt sich Trainer Uwe Neuhaus gelassen. Damit seine Spieler beim Derby gegen Hertha BSC fit sind, hat er ein Kraft- und Konditionstraining angeordnet – und das Toreschießen.

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Gegen den SV Sandhausen verlor der 1. FC Union am letzten Freitag mit 2:0. Beim Derby kommenden Montag in Berlin sollen nun drei Punkte her.
Gegen den SV Sandhausen verlor der 1. FC Union am letzten Freitag mit 2:0. Beim Derby kommenden Montag in Berlin sollen nun drei...Foto: dpa

Am Mittwochnachmittag bekam der 1. FC Union Besuch. Frank Henkel schaute beim Berliner Zweitligisten vorbei, sah sich das Nachwuchszentrum an und verschaffte sich einen Überblick über den Stand der Bauarbeiten Am Stadion an der Alten Försterei.

Während Henkel über das Gelände flanierte, trainierten die Fußballer fleißig hinter dem Stadion – zum zweiten Mal an diesem Tag. Bereits am Vormittag hatte es eine Einheit gegeben und dort ging es intensiv zur Sache. So gab es etwa einen lautstarken Rüffel von den Mitspielern, als Angreifer Silvio bei einer Spielform aus zwei Metern nicht ins Tor traf.

Vor dem Spiel am Montag gegen Hertha BSC ist die Stimmung „alles andere als entspannt“, wie Trainer Uwe Neuhaus sagt. Das liegt weniger am besonderen Reiz des Stadtderbys, sondern an der unbefriedigenden sportlichen Situation. Ein Punkt aus drei Spielen – der 1. FC Union hat einen Fehlstart hingelegt. Das will Neuhaus nicht leugnen. „Wir haben sicherlich Druck, dem können wir nicht aus dem Weg gehen.“ Die Anspannung ist längst in der Mannschaft spürbar. „Der Trainer muss nicht viel machen, die Spieler sind in der Bringschuld“, sagt Kapitän Torsten Mattuschka.

Neuhaus vernimmt das gerne, ansonsten reagiert Unions Trainer aber gelassen auf die Situation. „Man kann auf die Tabelle sehen und alles schwarzmalen. Oder man nimmt sich die positiven Ansätze heraus und ist optimistisch. Die Wahrheit liegt in der Mitte. Wir werden weiter unsere Arbeit machen und uns gut vorbereiten.“

Damit seine Spieler kommenden Montag auf den Punkt fit sind, hat Neuhaus die zehntägige Pause genutzt, um Kraft und Kondition zu verbessern. Anfang der Woche gab es zwei schweißtreibende Einheiten. Montag ließ Neuhaus in einem Fitnessstudio trainieren, einen Tag später wurden Laktatwerte genommen. Erst am Mittwoch durften die Spieler wieder mit dem Ball arbeiten. Auf kleinem Feld sollen möglichst viele Abschlüsse gesucht und Tore erzielt werden. Daran mangelt es beim 1. FC Union bisher.

Auch Fabian Schönheim versuchte sich an Torschüssen, allerdings fernab der Mannschaft. Unions Verteidiger hat seine Adduktorenprobleme so gut wie überwunden, gegen Hertha BSC wird er wohl spielen können.

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