Sport : Genug gestraft

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Benedikt Voigt über die milden Urteile

der Deutschen FußballLiga

Was steht im Gesetzbuch des Fußballs auf fünf Jahre Lügen bei der Lizenzerteilung? Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) glaubt, dass im Falle des 1. FC Kaiserslautern folgende Strafe vorgesehen ist: drei Punkte Abzug in der kommenden Saison und 125000 Euro Bußgeld. Die Konkurrenten empört diese Entscheidung, handelt es sich doch um eine ausgesprochen milde Strafe.

Das Bußgeld kann Kaiserslautern verkraften, es soll bereits im Sanierungskonzept enthalten sein. Und auf den Punktabzug kann Trainer Eric Gerets das Team im Sommer wochenlang vorbereiten. Ein Punktabzug in der laufenden Saison hätte Kaiserslautern im Abstiegskampf härter getroffen. Doch dazu konnte sich die Liga nicht durchringen. Sie führt damit die Tradition harmloser Entscheidungen fort. Vor Saisonbeginn hatte die DFL überraschend Reutlingen und Eintracht Frankfurt die Lizenz für die Zweite Liga erteilt. Nun verschont sie Kaiserslautern. Vielleicht weil sie glaubt, dass der Klub durch das Missmanagement des alten Präsidenten Jürgen Friedrich genug gestraft ist.

Nun steht in der kommenden Woche auch noch die Entscheidung über die verheimlichten Kirch-Verträge des FC Bayern an, womit die Münchner die gesamte Liga hintergangen haben. Mal sehen, was das Gesetzbuch des Fußballs dazu sagt. Wie wär’s mit drei Punkten Abzug. In der laufenden Saison.

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