Gerangel um Van der Vaart : Abpfiff in der 80. Minute

Valencia oder doch Hamburg? Die turbulenten Tage sind vorbei. Benedikt Voigt enttäuscht das jähe Ende im Streit um Rafael van der Vaart.

Benedikt Voigt

Vielleicht hat ja Real Madrid noch 35 Millionen Euro übrig. Oder der AC Mailand. So eine Summe müsste es schon sein, damit könnten es diese Klubs noch einmal versuchen beim Sportchef Beiersdorfer. In aller Vorsicht natürlich, ist ja ein heikles Thema. Also, könnte nicht einer dieser Klubs dem Hamburger Sportverein eine hübsche Summe übereignen und im Gegenzug den Herrn Rafael van der Vaart...?

Schon gut, wir wissen, dass sich sein Wechsel eigentlich erledigt hat, seit der FC Valencia gestern seit Angebot – zuletzt sollen es 22 Millionen Euro gewesen sein – zurückgezogen hat. Das mag die Freunde des HSV freuen, den neutralen Fußballfan aber lässt das jähe Ende ratlos zurück. Nun bleibt die Frage ungeklärt, wer in modernen Fußballzeiten mehr Macht hat: Spieler oder Verein. Ein Dritter hat einfach die Entscheidung herbeigeführt, dabei schien die Kraftprobe zwischen einem Verein und seinem Spieler auf einen letzten Höhepunkt zuzulaufen. Am 30. August sollte der Gewinner erst feststehen, wenn Rafael van der Vaart für den HSV in der Qualifikation zum Uefa-Cup antritt – oder eben nicht, um sich für die Champions League mit Valencia zu schonen. Insgeheim wartete man gespannt auf seine nächste Ausrede, um nicht spielen zu müssen: Beim Gassigehen über die Leine gestolpert, beim Müllraustragen die Schulter verrenkt... Und jetzt soll alles vorbei sein?

Es bleibt ein unbefriedigendes Gefühl. Als ob sich in einem Fußballspiel beim Stand von 0:0 eine spannenden Schlussphase ankündigt – und der Schiedsrichter plötzlich in der 80. Minute abpfeift. Das will keiner. Also Real Madrid, AC Mailand, wie sieht’s aus?

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