Sport : Geringerer Etat, weniger Gage

NAME

Berlin. Jung sollen sie sein, preiswert obendrein. Oder am besten gleich kostenlos. Und sie müssen vernünftig Fußball spielen können, zumindest für Viertliga-Verhältnisse. Das ist das ungefähre Anforderungsprofil, unter dem Oberligist Tennis Borussia seine Verstärkungen für die nächste Saison zusammensucht. Trainer Claudio Offenberg hat bei der Suche bereits Erfolg gehabt. Die n der TeBe-Verstärkungen sind aber wohl nur Insidern ein Begriff: Florian Greve (Hertha BSC Amateure), Shergo Biran (Lok Stendal) und Daniel Raß (Adlershofer BC). Bekanntester Zugang ist noch Florian Hube. Der frühere Spieler der Reinickendorfer Füchse versuchte mal vergeblich, bei der SpVgg Greuther Fürth als Profi Fuß zu fassen.

TeBe hat unter allergrößten Anstrengungen 500 000 Euro zusammengekratzt. Diese Summe bildet nun den Etat für die Saison 2002/03. Das ist nicht viel und deutlich weniger als für die jetzt zu Ende gehende Spielzeit. „Wir müssen die Bezüge unserer Spieler zurückführen“, sagt Vereinsvorsitzender Klaus Schumann. Manche Spieler aus dem vorhandenen Kader sind mit reduzierter Gage nicht zu halten. Torjäger Ranisav Jovanovic liebäugelt mit dem Wechsel zu einem Regionalligisten, Libero-Routinier Taskin Aksoy, 34 Jahre alt, verabschiedet sich zum SV Yesilyurt.

TeBe-Trainer Offenberg verfällt angesichts des harten Sparkurses nicht ins Jammern. „Wir haben doch schon in dieser Saison gezeigt, dass auch ohne die ganz großen Summen etwas machbar ist“, sagt er. TeBe ist unerwartet Zweiter in der Oberliga und stand gestern Abend zudem noch im Finale des Paul-Rusch-Pokals gegen die Reinickendorfer Füchse (bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht beendet). Das sind bescheidene Erfolge für einen Klub, dessen erklärtes Ziel es kurz vor der Jahrhundertwende noch war, sich dicht an die Fersen von Hertha BSC zu heften.

Jetzt wäre man bei TeBe schon zufrieden, wenn in einem Jahr wenigstens wieder der Sprung zurück in die Regionalliga gelingen würde. „Wir werden noch mal alles versuchen, dorthin zu kommen“, sagt Klaus Schumann. Karsten Doneck

0 Kommentare

Neuester Kommentar