Sport : German Open: Williams-Duo im Mai in Berlin

Ernst Podeswa

Was konnte den 94. Internationalen Damen-Tennismeisterschaften Besseres passieren: Auf Betreiben von Turnierdirektor Eberhard Wensky und mit Hilfe des Turniervermarkters IMG hat das spektakulärste Tennis-Geschwisterpaar der Welt, Venus und Serena Williams (USA), sein Mitwirken vom 13. bis 17. Mai 2001 im Einzel zugesagt. Über den Start im Doppel wird mit den Olympiasiegerinnen noch verhandelt. Als Partner des Deutschen Tennisbundes, der den LTTC Rot-Weiß Berlin mit der Ausrichtung des Turniers bis 2007 beauftragt hat, ist IMG an einer rundum hochkarätigen Veranstaltung interessiert. Und hat, weil IMG neben den Williams-Schwestern auch andere Topspielerinnen-und Spieler vertraglich betreut, auch direkten Einfluss auf das Turnierprogramm seiner Klienten. Bisher haben die Geschwister, die Sandplatz-Tennis nicht sonderlich schätzen, jeweils nur einmal an der Hundekehle eine Vorstellung gegeben. Jeweils ohne besonderen Erfolg übrigens. Ihre Zusage ist ein Erfolg für das Berliner Ereignis, das seinen Ruf als bestes Damenturnier auf deutschem Boden ausbauen kann. Weil die Profispielerinnen-Vereinigung WTA die Teilnahme von sieben aus den Top ten der Welt garantiert, weil Berlin weiterhin im Kreis der neun hochwertigsten Wettbewerbe der WTA Tour verbleibt und weil das Preisgeld um 10 Prozent auf nunmehr rund 1,2 Millionen Dollar angehoben wird. Die Siegerin allein erhält 175 000 Dollar. 1979 waren es 15 000 Dollar und insgesamt nur 150 000. Eine Aufwertung erfährt die Veranstaltung durch den neuen Hauptsponsor (bisher Bankgesellschaft) Eurocard, der sich nach Auslaufen des Vertrages beim Stuttgarter Herrenturnier hier engagiert. "Damentennis ist mindestens ebenso attraktiv wie das der Herren, Berlin als Hauptstadt ein idealer Standort und die Anlage sowie das Turnier so sympathisch, wie wir als Marke erscheinen möchten", sagte Jan Hendrikx, Eurocard-Geschäftsführer, auf der gestrigen Pressekonferenz. Übrigens ist der einige Zeit drohende Umzug des Turniers nach Hamburg an die Seite des ATP-Herrenmasters mit der jetzigen Konstellation kein Thema mehr.

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