Sport : Geständnis von Jaksche steht bevor

Wiesbaden - Die Doping-Verdächtigen Matthias Kessler und Jörg Jaksche sind ausgeschlossen worden, Organisator und Verbands-Vizepräsident Udo Sprenger wehrt sich juristisch gegen harte Anschuldigungen, und der zweifache Titelträger Erik Zabel hat die Autorität vergangener Tage verloren: Die deutschen Straßen-Meisterschaften am Sonntag in Wiesbaden sind sportlich nur noch mäßig interessant. Doping ist im Radsport seit Monaten das bestimmende Thema. Dazu kommt, dass für Sonntag eine Aufsehen erregende Beichte des seit Mai beim Team Tinkoff suspendierten und die „Operacion Puerto“ verwickelten Jörg Jaksche erwartet wird.

Im Vordergrund dürfte am Sonntag der 30-jährige Jaksche stehen. Es heißt, Anwälte arbeiten auf Hochtouren an der Endfassung seines Geständnisses. Jaksche war am Freitag stocksauer auf Radverbands-Präsident Rudolf Scharping. „Scharping hat mir das Startverbot telefonisch mitgeteilt unter Verweis auf die spanischen Justizakten, die er gar nicht einsehen darf. Ein Minister a.D., der wegen Affären seinen Hut nehmen musste und danach als BDR-Präsident anheuert, ist für mich keine moralische Instanz“, sagte Jaksche am Freitag und wunderte sich, warum das Startverbot so kurzfristig ausgesprochen wurde: „Die dachten vielleicht, wenn der Jaksche nicht da ist, ist das Problem auch weg.“ Am Sonntag wird er präsent sein. dpa

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