Gewalt in Stadien : DFB und DFL richten Task Force ein

Der Deutsche Fußball-Bund und die Deutsche Fußball Liga reagieren mit der Einsetzung einer gemeinsamen Task Force auf die jüngsten Vorkommnisse in deutschen Fußballstadien.

Frankfurt/Main - Wie die Verbände im Anschluss an eine gemeinsame Sitzung mitteilten, soll damit im Kampf gegen Gewalt, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus das Informations- und Kommunikationssystem effektiver als bisher gestaltet werden. Ziel des Gremiums soll es außerdem sein, einen detaillierten Überblick über aktuelle Entwicklungen in den Landesverbänden und Vereinen zu geben und kurz- und langfristige Maßnahmen zu initiieren und zu koordinieren, hieß es weiter.

Die Sitzung in Frankfurt am Main war aufgrund der Vorkommnisse am vergangenen Wochenende auf Initiative von DFB-Präsident Theo Zwanziger kurzfristig einberufen worden. Am Freitagabend war es beim Spiel der 2. Bundesliga zwischen dem FC Augsburg und 1860 München sowie bei der Partie Hertha BSC Berlin II gegen Dynamo Dresden in der Regionalliga Nord zu massiven Ausschreitungen mit verletzten Polizisten und zahlreichen Festnahmen gekommen.

Randale und Ausschreitungen in allen Spielklassen

Auch in der Oberliga Baden-Württemberg kam es am Wochenende zu einem Zwischenfall, als rund 30 Zuschauer des SV Waldhof Mannheim während der Partie beim 1. FC Pforzheim das Feld stürmten. Erst der Einsatz von 70 Polizisten und Waldhof-Berater Maurizio Gaudino entschärften die Lage, nachdem das Spiel kurz vor dem Abbruch gestanden hatte.

Im Fußball-Kreis Siegen-Wittgenstein wurden für das Wochenende wegen Gewalt auf Sportplätzen und gegen Schiedsrichter alle Kreisliga-Spiele abgesagt.

Bereits am Mittwochabend hatte die Zweitrundenpartie im DFB-Pokal zwischen den Stuttgarter Kickers und der Bundesliga-Mannschaft von Hertha BSC Berlin abgebrochen werden müssen, nachdem Schiedsrichter-Assistent Kai Voss von einem gefüllten Hartplastikbecher getroffen worden war.

Am 11. Oktober hatten zudem deutsche Randalierer beim EM-Qualifikationsspiel der Nationalmannschaft in der Slowakei für Negativschlagzeilen gesorgt.

(tso/ddp)

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