Sport : Gewonnen und gefroren

1860 München – Hannover 0:1

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München (dpa). Richtig laut wurde es auch in der 58. Minute nicht, aber wenigstens wurden die Fans, frierende Augenzeugen eines trostlosen Kicks, etwas munterer. Sogar einige chinesische Fahnen wurden geschwenkt, als Nationalspieler Jiayi Shao bei seinem BundesligaDebüt für den TSV 1860 München aufs Feld durfte. Die Partie wurde live im chinesischen Staatsfernsehen übertragen. „Man hat gesehen, dass er kicken kann“, sagte Trainer Peter Pacult über den 22-Jährigen, der als Nachfolger von Thomas Häßler vorgesehen ist. Aus Münchner Sicht war Shaos Auftritt, obwohl keineswegs berauschend, der Höhepunkt des Spiels, das die Gastgeber gegen Hannover 96 mit 0:1 verloren. Vor 18 000 Zuschauern traf Nebojsa Krupnikovic in der 26. Minute.

Die Niedersachsen, bei denen die Abwehr mit dem früheren Berliner Kostas Konstantinidis gut stand, siegten zum ersten Mal beim TSV 1860. Der Abstiegskandidat sorgte nach zuletzt sechs Spielen ohne Sieg für etwas Ruhe in der Diskussion um die Position von Trainer Ralf Rangnick.

„Dass es am Ende noch ein Zitterspiel wurde, war unsere eigene Schuld. Wir hatten fünf, sechs Matchbälle, das Spiel zu entscheiden“, sagte Rangnick. Sein Kollege Peter Pacult war hingegen enttäuscht. „Alle, die geglaubt haben, es würde nach dem Sieg in Rostock so weitergehen, sind eines Besseren belehrt worden“, sagte der Österreicher nach der Niederlage..

Hannover fehlen am kommenden Wochenende gegen Nürnberg Fredi Bobic und Sanchez Jaime, die beide die fünfte Gelbe Karte erhielten. Auch Marco Kurz vom TSV 1860 sah zum fünften Mal Gelb und muss in Bremen zuschauen. Aber die Münchner haben ja noch Jiayi Shao. Chinesen sind höfliche Menschen, heißt es gemeinhin. Da ist Shao keine Ausnahme: „1860 ist der beste Verein der Welt“, sagt er.

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