Giftanschlag-Verdacht auf Haas : Rätselraten um Waskes Informant

Tennisspieler Alexander Waske hat mit seinen Äußerungen zu einer möglichen Vergiftung von Tommy Haas für ein Erdbeben in der Tennisszene gesorgt. Doch seine Quelle will Waske nicht preisgeben.

Waske
Schweigen. Alexander Waske will seine Informatiosnquelle nicht nennen. -Foto: ddp

Stuttgart "Alexander Waske hat mir gegenüber den Namen des Informanten nicht genannt und möchte das auch nicht. Dabei bleibt es, glaube ich, auch", sagte Daviscup-Teamchef Patrik Kühnen dem Fernsehsender DSF.

Haas ist beim Daviscup-Halbfinal-Aus Ende September gegen Russland in Moskau möglicherweise Opfer eines Giftanschlags geworden. Die deutsche Nummer eins hatte wegen Magen-Darm-Problemen auf sein zweites Einzel verzichten müssen, das deutsche Team unterlag mit 2:3. Waske hatte den Fall ins Rollen gebracht, indem er auf einen russischen Sportmanager verwies, der ihm gegenüber entsprechende Aussagen machte. "Faktisch gibt es momentan keinen Anhaltspunkt für eine Vergiftung", betonte jedoch Kühnen.

"Die Aussagen des Informanten von Alexander Waske sind für uns vom DTB spekulativ zu bewerten. Wir haben keine Anhaltspunkte für eine fundierte Aussage", erklärte der Daviscup-Teamchef weiter. "Auch für die Glaubwürdigkeit des Informanten haben wir keinen Bezug. Deshalb müssen wir davon ausgehen, dass es sich zum jetzigen Zeitpunkt um Spekulationen handelt." Dennoch hat sich der Internationale Tennis-Verband (ITF) des Falles angenommen. Haas selbst will sich nun genaueren Untersuchungen in den USA unterziehen. "Ob man da im Rückgriff noch etwas feststellen kann, weiß ich auch nicht", sagte der 13. der Weltranglisten. (mit dpa)

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