Sport : Gladbach bleibt auswärts sieglos Hannover siegt nach 0:1-Rückstand noch 2:1

-

Hannover Hannover 96 hat das Pech im eigenen Stadion besiegt. Dank einer enormen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit gewannen die Niedersachsen am Samstag mit 2:1 (0:1) gegen Borussia Mönchengladbach und feierten nach fünf Heimpleiten in Serie den ersten Erfolg vor heimischer Kulisse seit dem 13. November 2004. Vor 36 725 Zuschauern wandelten der Tscheche Jiri Stajner (60.) und der Brasilianer Vinicius (73.) mit ihren Toren den 0:1-Rückstand durch Vaclav Sverkos (32.) in einen verdienten Sieg und stürzten die auswärts weiterhin sieglosen Gladbacher in noch größere Abstiegsgefahr.

Dabei standen die Vorzeichen vor dem Anpfiff eher schlecht für Hannover 96. Trainer Ewald Lienen musste den Ausfall von sechs gesperrten oder verletzten Stammspielern verkraften. Ohne Mannschaftskapitän Altin Lala, Julian de Guzman und Christoph Dabrowski wirkte vor allem das neu formierte Mittelfeld zunächst orientierungslos. Einige Hannoveraner Profis ließen zudem den hundertprozentigen Einsatz vermissen und mussten, wie Danijel Stefulj und Leandro, zur Halbzeit in der Kabine bleiben.

Mit der Einwechslung der beiden Tschechen Jiri Stajner und Jiri Kaufman änderte sich das Bild total. Die Gladbacher, die vor der Pause dominiert hatten, zogen sich in die eigene Hälfte zurück und sahen sich permanenten Hannoveraner Angriffen ausgesetzt. Vor allem der technisch beschlagene Stajner wirbelte die Mönchengladbacher Abwehr durcheinander und krönte seine gute Leistung mit einem Volleyschuss zum Ausgleich. Der Siegtreffer von Vinicius aus kurzer Distanz war die logische Konsequenz der Überlegenheit der Niedersachsen.

Die auswärtsschwachen Gladbacher hatten sich die Niederlage selbst zuzuschreiben. In einer insgesamt mäßigen Begegnung übernahmen sie von Beginn an das Kommando, kombinierten besser und gewannen mehr Zweikämpfe. Obwohl Trainer Dick Advocaat erneut seinen Paradesturm mit Giovane Elber (Beinbruch) und Wesley Sonck (Nierenprellung) nicht aufbieten konnte, war sein Team auch im Angriff durch Sverkos und Oliver Neuville lange Zeit gefährlicher. Beide Stürmer konnten aber in der ersten Halbzeit gute Chancen nicht nutzen. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben