Gladbach - Freiburg 2:0 : Gladbach erkämpft sich sein Finale

Nach dem 2:0-Sieg über Freiburg steht die Borussia auf dem Relegationsplatz und kann weiter auf den Klassenerhalt hoffen. Mit einem Sieg in Hamburg am letzten Spieltag könnte sogar noch der Sprung auf den sicheren Platz 15 gelingen.

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Trainer Lucien Favre zeigt es an: So groß ist die Chance auf den Klassenerhalt für Gladbach.
Trainer Lucien Favre zeigt es an: So groß ist die Chance auf den Klassenerhalt für Gladbach.Foto: dpa

Der Begriff vom Endspiel wird in Mönchengladbach seit Anfang April zwar zunehmend inflationär benutzt, vor der Partie gegen den SC Freiburg kam Filip Daems der Wahrheit dann aber doch sehr nahe. „Das Spiel ist für uns wie ein Finale“, behauptete der Kapitän der Borussia, nach ihrer fulminanten Aufholjagd immerhin in der vorletzten Runde angekommen. Relegationsplatz 16, zwei Monate zuvor noch undenkbar, war keine Utopie mehr – und durch das 2:0 (0:0) gegen die Breisgauer ist plötzlich sogar die direkte Rettung möglich.

Für Freiburgs Coach Robin Dutt, der im Sommer nach Leverkusen wechselt, war es die letzte Auswärtspartie. Für sein Team ging es dabei um nichts, für Gladbach um alles – und das merkte man. Die Gastgeber legten sich sofort ins Zeug, der Ex-Freiburger Mohamadou Idrissou traf nach 45 Sekunden auch gleich das Außennetz. In der Folge mangelte es dem Team von Lucien Favre im Offensivspiel jedoch an Präzision und Abstimmung – so sehr, dass Borussias Coach erzürnt über das ungeschickte Positionsspiel seiner Elf unter anderem Mike Hanke bei sich an der Seitenlinie antanzen ließ.

Die Wirkung der Maßnahme sollte sich erst später einstellen. Auf den Rängen brach zwar Begeisterung über die Rückstände der direkten Konkurrenz aus Frankfurt am Main und Wolfsburg aus, doch vor Ort sorgte dagegen zunächst nur ein Zufallsschuss von Innenverteidiger Dante aus 60 Metern an den Innenpfosten für Aufregung.

Nach einer Stunde Spielzeit aber kam die Mannschaft des früheren Hertha-Trainers Lucien Favre dann endlich in Schwung. Erste Folge des verstärkten Angriffsdrucks war der Gelb-Rot-Platzverweis für Freiburgs Innenverteidiger Ömer Toprak wegen wiederholten Foulspiels. Kurze Zeit später parierte Keeper Oliver Baumann dann einen Freistoß des Gladbachers Juan Arango glänzend.

Kurz vor Spielschluss explodierte der Borussia-Park dann zwei Mal: In der 80. Minute traf der anfangs noch gescholtene Hanke nach einem Fehler des Freiburgers Julian Schuster zum umjubelten 1:0. Und zwei Minuten später erzielte Marco Reus auch noch das 2:0. Das Tor zum Klassenerhalt steht Borussia Mönchengladbach nun weit offen.

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