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Gladbach - Mainz 2:3 : Allagui stoppt den Trend

Lange sieht es so aus, als würde Gladbach die Negativserie der Mainzer noch verlängern. Doch Sami Allagui dreht mit seinem Doppelpack das Spiel und sorgt mit dem 3:2 für den ersten Mainzer Sieg nach drei Niederlagen in Folge

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15 Minuten gespielt und zwei Tore erzielt: Mit Sami Allagui wechselte Trainer Tuchel den notwendigen Torerfolg ein.
15 Minuten gespielt und zwei Tore erzielt: Mit Sami Allagui wechselte Trainer Tuchel den notwendigen Torerfolg ein.Foto: dpa

Für seinen Hang zum Wechselspiel ist Thomas Tuchel bestens bekannt, beim Mainzer Auftritt in Mönchengladbach übertraf sich der Freund der Rotation aber selbst. Gleich sechs seiner zehn Feldspieler tauschte der FSV-Trainer im Vergleich zum jüngsten 0:1 gegen Hannover aus. Auch Lewis Holtby saß nach seinem Länderspieldebüt zunächst auf der Bank – und am Ende bescherten all die Wechsel den zuletzt arg ins Straucheln geratenen Mainzern einen 3:2 (0:0)-Erfolg im Borussia-Park.

Am Ende wurde Tuchel allerdings auch ein wenig zu seinem Glück gezwungen. In der 75. Minute musste Marcel Risse wegen einer Verletzung vom Platz. Tuchel brachte Sami Allagui. Eine Minute später erzielte der Stürmer das 2:2 – und zwei Minuten vor Schluss traf er zum ersten Mainzer Sieg nach vier Niederlagen hintereinander. „Da sieht man, was für eine Moral in unserer Mannschaft steckt“, sagte der Deutsch-Tunesier.

In einer von Fehlern und Missverständnissen zersetzten Partie waren es zwei Auswechslungen bei den Gästen gewesen, die zunächst die größte Aufregung ausgelöst hatten. Dass Christian Wetklo nach 25 und Malik Fathi nach 38 Minuten vom Feld mussten, lag jedoch nicht an Tuchels Wechselwahn: Der Torhüter und der Linksverteidiger der Mainzer hatten sich verletzt. Für Wetklo kam der 39 Jahre alte Martin Pieckenhagen zu seinem Comeback in der Bundesliga.

Den gesundheitlichen Rückschlägen folgte kurz nach der Pause der sportliche Tiefschlag: Einen weiten Pass von Michael Bradley setzte Marco Reus flach und volley ins Toreck. Jungstar André Schürrle, diesmal von Beginn auf dem Platz, gelang zehn Minuten später der Ausgleich, doch kurz darauf gingen die Gastgeber durch Reus erneut in Führung. Selbst dieses Tor aber reichte den Gladbachern nicht zum ersten Heimsieg seit dem 9. April – im Gegenteil. Denn eine Viertelstunde vor Schluss nahm Sami Allagui sein Tagwerk auf – und machte klar: Von all den Wechseln des Thomas Tuchel war der letzte der eindeutig beste gewesen.

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