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Gladbach - Nürnberg 3:1 : Borussia dreht das Spiel

Nach einer katastrophalen ersten Halbzeit schafft Borussia Mönchengladbach doch noch einen 3:1-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg - nach zuletzt drei Niederlagen gegen die Franken. Der Club selbst steckt hingegen weiter in der Krise.

Brach den Bann: Gladbachs Juan Arango erzielte das 1:1.
Brach den Bann: Gladbachs Juan Arango erzielte das 1:1.Foto: dpa

Lucien Favre hielt sich noch beim Jubeln die Hände vors Gesicht. Gerade war das 3:1 für seinen Verein gefallen, und der Trainer von Borussia Mönchengladbach wusste natürlich, dass der Sieg gegen den 1. FC Nürnberg deutlich zu hoch ausgefallen war – er wusste auch, dass der Sieg an sich mehr als glücklich war. Über weite Strecken hatte der Tabellenletzte aus Nürnberg das Spiel im Borussia-Park bestimmt. Am Ende aber schien sich alles gegen die Franken verschworen zu haben. Ihnen blieb ein Elfmeter verwehrt (Granit Xhaka gegen Josip Drmic), möglicherweise auch ein weiteres Tor durch Drmic, nachdem der Ball von der Unterkante der Latte auf oder hinter die Torlinie und ins Feld zurück gesprungen war.

Die Gladbacher hingegen stellten einen 26 Jahre alten Vereinsrekord ein. Das 3:1 (0:1) war ihr sechster Heimsieg hintereinander seit Saisonbeginn. „Wir haben uns das Ding hart erarbeitet“, sagte Sportdirektor Max Eberl. „Ob es verdient ist, lass ich mal dahin gestellt.“

Das Spiel der Nürnberger war taktisch ansprechend. Die Gäste attackierten früh, gewannen viele Zweikämpfe und die meisten zweiten Bälle. „Nürnberg hat es überragend gemacht“, sagte Eberl. Das einzige Manko war die Chancenverwertung des Abstiegskandidaten. Allein Drmic traf vor der Pause. Nach einem feinen Pass von Hiroshi Kiyotake überwand der Schweizer Gladbachs Torhüter Marc-André ter Stegen.

Defensiv gerieten die Nürnberger kaum in Gefahr. Die Gladbacher fanden wenig Lücken und spielten oft auch zu ungenau. Allein Juan Arango prüfte Club-Torhüter Raphael Schäfer vor der Pause mit einer Direktabnahme. Erst Mitte der zweiten Halbzeit wurden die Gastgeber zwingender. Sie spielten nun mit mehr Risiko. Doch am Ende war es ein präziser Fernschuss von Arango in den Winkel, der den Bann brach. „Wir haben das Glück provoziert“, sagte Trainer Favre.

So wie beim Eigentor zum 2:1, bei dem Niklas Stark eine Freistoßflanke Arangos unglücklich erwischte. Als kurz vor Schluss Patrick Herrmann sogar noch auf 3:1 erhöhte, schien das nicht nur für Favre zu viel des Guten zu sein. (Tsp)

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