Sport : Glanzlichter setzt die Konkurrenz

Deutsche Leichtathleten gewinnen zweimal Silber.

Höhenflieger. Björn Otto gewann bei der WM Silber im Stabhochsprung. Foto: dapd
Höhenflieger. Björn Otto gewann bei der WM Silber im Stabhochsprung. Foto: dapdFoto: dapd

Istanbul - Beim ersten anspruchsvollen Test für die Olympischen Spiele haben die deutschen Leichtathleten zweimal Silber gewonnen. Die Glanzlichter bei der Hallen-WM in Istanbul setzte aber die internationale Konkurrenz: Zwei Mehrkampf-Weltrekorde und weitere Top-Leistungen bildeten die Höhepunkte der Titelkämpfe.

Der US-Amerikaner Ashton Eaton verbesserte seinen eigenen Siebenkampf-Weltrekord um 77 Punkte auf 6645 Punkte. Olympiasiegerin Natalja Dobrynska aus der Ukraine hatte zuvor den 20 Jahre alten Fünfkampf-Weltrekord auf 5013 Punkte verbessert.

Nach dem Silber für Stabhochspringer Björn Otto (5,80 Meter) und Kugelstoßer David Storl (21,88 Meter) konnte das junge Team (Durchschnittsalter 25,3 Jahre) am Sonntag kein weiteres Edelmetall mehr gewinnen. Stabhochspringerin Silke Spiegelburg (Leverkusen) fehlten mit 4,65 Metern allerdings nur fünf Zentimeter zum Podest-Platz. Ihre Teamkollegin Kristina Gadschiew (Zweibrücken/4,30) wurde Zwölfte.

Jelena Issinbajewa scheiterte beim Angriff auf ihren Hallen-Weltrekord zwar dreimal an 5,02 Meter, mit 4,80 Metern holte die 29 Jahre alte Russin aber erstmals seit ihrem Olympiasieg 2008 wieder einen großen Titel. Die 6000 Zuschauer in der ausverkauften Ataköy Athletics Arena feierten die Goldmedaille gemeinsam mit der nun viermaligen Hallenweltmeisterin. Schnellster Sprinter der Welt unterm Hallendach war der Olympiasieger von 2004, Justin Gatlin. Der 30 Jahre alte US-Amerikaner gewann die 60 Meter in 6,46 Sekunden; nur sieben Hundertstelsekunden fehlten zum Weltrekord seines Landsmanns Maurice Greene. Christian Blum, der deutsche Hallenmeister aus Wattenscheid, war im Halbfinale in 6,79 Sekunden ausgeschieden.

„Die Mannschaft hat die Erwartungen in der Spitze erfüllt, aber gerade unsere jungen Hoffnungen haben ihre Chancen nicht immer genutzt. Da ist leider keiner über sich hinausgewachsen, David Storl einmal ausgenommen“, sagte DLV-Cheftrainer Herbert Czingon. Aufschlüsse für die Freiluft-EM in Helsinki oder Olympia in London lasse eine Hallen-WM ohnehin nicht zu. „Unsere Besten waren ja nicht alle da“, sagte Czingon.

Für Hochspringer Raul Spank endete die WM mit einer Enttäuschung. Er riss 2,31 Meter dreimal. „Ich habe es verbockt, ich habe es einfach nur verbockt“, jammerte der WM-Dritte von 2009 aus Dresden. Er wurde diesmal nur Letzter.

Kugelstoßerin Nadine Kleinert war mit ihrem fünften Platz durchaus zufrieden - aber nicht mit ihrer Leistung. „Ich bin irgendwie nie in den Wettkampf hereingekommen, ich war nicht aggressiv genug“, sagte sie. Der 36-Jährigen vom SC Magdeburg fehlten am Ende 29 Zentimeter zu Bronze. dpa

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