Sport : Glanzlos – aber sehr effektiv

Schalke 04 bietet seinen Fans im eigenen Stadion endlich wieder einen Sieg: 4:1 gegen den Hamburger SV

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Gelsenkirchen (dpa). Der FC Schalke hat endgültig Kurs auf den UefaCup genommen. Mit dem 4:1 (3:1)-Erfolg gegen den Hamburger SV rückte das Team von Trainer Jupp Heynckes zumindest für 24 Stunden auf den fünften Tabellenrang vor. Eine Woche nach dem wichtigen Erfolg in Bochum legten die Gastgeber ihren Heimkomplex ab und kamen vor 61 266 Zuschauern in der ausverkauften Arena Auf Schalke durch Tore von Tomasz Waldoch (9.), Ebbe Sand (29.), Fabian Lamotte (42.) und Michael Delura (55.) zum verdienten Sieg. Damit müssen die Hamburger, die durch Mehdi Mahdavikia (35./Foulelfmeter) zum Gegentor kamen, weiter auf den ersten Auswärtssieg des Jahres warten und ihre letzten Uefa-Cup-Hoffnungen begraben.

Die Schalker hatten einen glanzlosen Start, allerdings war ihre Spielweise ungemein effektiv. Obwohl der HSV sich über weite Strecken spielerisch als gleichwertig erwies, lag er bereits nach 29 Minuten mit 0:2 im Rückstand. Nach einem Eckball von Jörg Böhme traf Abwehrspieler Waldoch mit seinem zweiten Saisontreffer. Auch der zweite torgefährliche Angriff 20 Minuten später führte zum Erfolg für Schalke: Zunächst traf der starke Lamotte nach einem ausgezeichneten Solo-Lauf den Pfosten, dann drückte aber Ebbe Sand den Ball ins Tor des HSV. Die Hanseaten fanden zwar durch den Elfmetertreffer von Mahdavikia kurzfristig zurück ins Spiel, mussten wenig später aber den nächsten Rückschlag hinnehmen. Bei einem harmlosen Fernschuss von Lamotte gab HSV-Torhüter Stefan Wächter keine glückliche Figur ab.

Auch nach der Pause konnten die Gäste die fünfte Niederlage im fünften Auswärtsspiel des Jahres nicht mehr abwenden. Im Gegenteil: Weil sich in der Hamburger Abwehr bedenkliche Lücken auftaten, kam der erst 18-jährige Delura wie schon am vergangenen Wochenende in Bochum erneut zum Torerfolg. Im Anschluss an diesen Treffer verflachte die bis dahin ansehnliche Partie zusehends. Einziger Lichtblick einer tristen Schlussphase war Bundesliga-Debütant Christofer Heimeroth. Der Schalker Ersatzkeeper vereitelte die Hamburger Chancen und war neben Lamotte der beste Spieler seiner Mannschaft.

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