Global Champions Tour in Berlin : Der große Einstieg der Springreiter

Das neue Turnier der Springreiter will sich in Berlin mit hohen Prämien und Top-Startern etablieren.

Ludger Beerbaum wurde am Freitag beim Auftakt in Berlin Vierter.
Ludger Beerbaum wurde am Freitag beim Auftakt in Berlin Vierter.Foto: dpa

Der letzte Versuch endete kläglich und mit Schulden. Nach nur einem Jahr mussten die Organisatoren 2009 das Projekt wieder einstellen, ein großes Turnier der Springreiter in Berlin zu etablieren. Nun findet noch bis Sonntag ein neues Experiment statt – mit einem Millioneneinsatz und vielen der weltbesten Springreiter wie Ludger Beerbaum, Christian Ahlmann, Daniel Deußer oder Marco Kutscher.

„Es hat lange gebraucht, bis es geklappt hat“, sagt Turnierorganisator Volker Wulff. Immer wieder gab es Ideen für einen Neustart, nachdem es zuletzt 2003 beim Weltcup-Turnier großen Springreitsport in der Berlin gab. „Es geht nur, wenn man oben einsteigt“, sagt Wulff. Deshalb ist das neue Turnier gleich eines der höchsten Kategorie des Weltverbandes mit fünf Sternen. Davon gibt es hierzulande nur fünf.

Beim Eröffnungsspringen am Freitag landete der viermalige Olympiasieger Beerbaum als bester Deutscher mit Chacon auf Platz vier. Direkt dahinter landete die deutsche Springreit-Meisterin Simone Blum aus Zolling mit Alice. Den Sieg sicherte sich der Ägypter Nayel Nassar auf Dee Jee. In einem weiteren Springen sorgte Felix Haßmann für den ersten Sieg der Gastgeber. Höhepunkt ist am Samstag der Große Preis.

Die Global Champions Tour ist die höchstdotierte Serie der Welt

Das Turnier im denkmalgeschützten Sommergarten unter dem Funkturm ist nach dem CHIO in Aachen und dem Derby in Hamburg auf Anhieb die am dritthöchsten dotierte Veranstaltung Deutschlands. Möglich ist das nur, weil Wulff sich einen Partner mit einer lukrativen Geschäftsidee gesucht hat: Jan Tops. Der niederländische Pferdehändler organisiert die höchstdotierte Pferdesportserie der Welt. Tops hat mit der Global Champions Tour eine Art Formel 1 auf vier Beinen etabliert. Rund 23 Millionen Euro werden insgesamt ausgeschüttet – und davon profitiert jetzt auch Berlin, die elfte von 15 Stationen.

Für den Neustart in Berlin haben Wulff und Tops eine eigene Gesellschaft gegründet hat. Eine Million Euro gibt es laut Wulff beim sogenannten „Global Jumping Berlin“ zu gewinnen und dazu Punkte für die mehr als zehn Millionen Euro, die nach der letzten Etappe der Serie im November in Doha ausgezahlt werden.

„Berlin ist eine wichtige Stadt“, sagt Tops, der ein Faible für aufsehenerregende Standorte hat. Seine Global Champions Tour gastierte schon unter dem Eiffelturm, am Strand von Miami und im Hafen von Monte Carlo. Am liebsten hätten die Organisatoren in Berlin am Brandenburger Tor reiten lassen. Das war zumindest in diesem Jahr nicht möglich. Mit der Messe haben Wulff und Tops zunächst einen Zweijahresvertrag abgeschlossen.

Im ersten Jahr lockt das Geld der Global Champions Tour allein acht Springreiter aus den Top Ten der Weltrangliste. Dazu freut sich Wulff auf prominente Namen wie Jessica Springsteen und Georgina Bloomberg, die Töchter des Rockmusikers und des Milliardärs. (dpa)

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