Sport : Gold für Schalke

Nach seinen Toren im UI-Cup will Ailton nun auch endlich in der Bundesliga für seinen Klub treffen

-

Liberec/Gelsenkirchen – In den vielen Interviews, die er geben muss, klingt sein Deutsch noch ziemlich holprig. Aber der Brasilianer Ailton hat durchaus schon ein Gespür für die Feinheiten der Sprache entwickelt. Als sein neuer Klub, der FC Schalke 04, nach großen Anstrengungen und gemessen an den Spielanteilen auch etwas glücklich mit 1:0 (0:0) das UICup-Finalrückspiel bei Slovan Liberec gewonnen hatte, ließ sich Ailton bestens gelaunt zu dem Scherz hinreißen: „Ailton heißt jetzt ab sofort UI-lton.“ Wie auch immer er sich in Zukunft nennen mag: Für Schalke macht sich der von Werder Bremen geholte Stürmer längst bezahlt. Sein siegbringender Treffer in Liberec drei Minuten vor dem Abpfiff beendete endgültig das lange Zittern des Bundesligisten, nach dem mageren 2:1 im Hinspiel die Qualifikation für den Uefa-Pokal doch noch zu verpassen.

Ailton hat für Schalke im UI-Cup insgesamt vier Tore erzielt, er ist damit maßgeblich daran beteiligt, dass der Klub jetzt von Millioneneinnahmen im Europokal träumen kann. Allerdings: In der Bundesliga wartet der 31-Jährige noch auf seinen ersten Treffer. „Ich hoffe, dass es jetzt auch dort möglichst bald klappt. Am besten, ich schieße mein erstes Tor gleich am Samstag gegen Hansa Rostock“, sagt Ailton.

Nun kann aber auch ein Ailton allein die Schalker nicht glücklich machen. In Liberec geriet die Elf von Trainer Jupp Heynckes gehörig unter Druck, gerade in der Schlussphase häuften sich die brenzligen Situationen im Schalker Strafraum. Doch da war halt noch ein Frank Rost. Der Torhüter vehinderte mit seinen Reflexen rund ein halbes Dutzend Mal ein drohendes Gegentor. „Herausragend“, fand Jupp Heynckes die Leistung seiner Nummer eins und als er dann Rost gar als „Weltklasse-Torhüter“ einstufte, da vermutete so mancher Zuhörer hinter dieser Titulierung sogleich eine dezente Empfehlung an die Adresse des Bundestrainers Jürgen Klinsmann.

Frank Rost selbst nahm das Lob für seine Leistung ganz gefasst und bemühte sich bei allen Superlativen erst einmal um Versachlichung. „Meine persönliche Leistung steht hier nicht im Vordergrund. Wir wollen als Mannschaft Erfolg haben“, sagte er in aller Bescheidenheit. Und fügte noch hinzu: „Ailtons Tor fiel genau zum richtigen Zeitpunkt.“

Am Freitag wird die erste Hauptrunde im Uefa-Cup ausgelost. Da Schalke zu den gesetzten Klubs gehört, dürfte der zugeloste Gegner nicht allzu schwer zu bezwingen sein. Nach der K.o.-Runde geht es mit einer Neuerung weiter: Es folgen dann Gruppenspiele wie in der Champions League. Bei Schalke hat man schon mal vorsichtig durchgerechnet. Fünf Millionen Euro als zusätzliche Einnahme seien da durchaus möglich, heißt es. Tsp

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben