Sport : Gold, Silber, Bronze

Heidemann fügt sich als EM-Zweite gut ins Team

Goldprobe. Jörg Fiedler gewinnt in Sheffield den EM-Titel. Foto: dpa
Goldprobe. Jörg Fiedler gewinnt in Sheffield den EM-Titel. Foto: dpaFoto: dpa

Sheffield - Es war ein dramatischer Abschlusstag: Britta Heidemann verlor EM-Gold erst im „Sudden Death“. Max Hartung holte Bronze mit dem Säbel. Imke Duplitzer haderte mit dem sportlichen Schicksal und scheiterte als Titelverteidigerin früh. Deutschlands Fechter legten bei den Europameisterschaften in Sheffield jedenfalls am Samstag eine starke Schlussoffensive in den Einzelwettbewerben hin. Heidemann meldete sich mit dem Degen nach langer Formschwäche eindrucksvoll zurück, obwohl sie das Finale gegen die Schweizerin Tiffany Geroudet mit 8:9 unglücklich verlor.

Für Hartung war der Titelverteidiger eine Nummer zu groß: Der Dormagener wurde im Halbfinale beim 10:15 von Russlands Topfavorit und erneutem Titelträger Alexej Jakimenko gestoppt. Bronze war trotzdem verdienter Lohn für Hartungs couragierten Auftritt.

Vor den Teamwettkämpfen kann der Deutsche Fechter-Bund nach der zuvor gewonnenen Goldmedaille durch Degen-Routinier Jörg Fiedler mit Gold, Silber und Bronze eine gute Bilanz vorweisen. Titelverteidigerin Imke Duplitzer scheiterte allerdings mit dem Degen früh: Die 35-Jährige aus Bonn musste schon in der Vorrunde das Aus hinnehmen.

Britta Heidemann machte es mächtig spannend und rettete sich unter den Top 16 gegen Josephine Jacques André Coquin aus Frankreich nach einem 12:14-Rückstand erst mit dem entscheidenden Punkt zum 15:14 in der Verlängerung. Und auch beim 10:9 eine Runde später gegen die Polin Malgorzata Stroka behielt sie im „Sudden Death“ wie früher starke Nerven und stand damit schon auf dem Medaillenpodest. Vor einem Jahr in Leipzig war Britta Heidemann als Weltmeisterin von 2007 und Europameisterin von 2009 unter den besten 32 noch an der späteren Titelgewinnerin Duplitzer gescheitert.

Im Finale von Sheffield blieb Britta Heidemann am Samstag dann der Schweizerin Tiffany Geroudet mit 8:9 Treffern im „Sudden Death“ unterlegen. Mit Silber verpasste die 28-Jährige aus Leverkusen ihren zweiten EM-Titel nach dem Sieg 2009 im bulgarischen Plowdiw. dpa

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