Sport : Gold und Bronze für Chinas Turnasse, WM-Erfolg für Rumäninnen

Chinas Kunstturn-Asse haben am Dienstag ihren Beitrag zu den 50-Jahr-Feiern der Volksrepublik beigesteuert. Die Männer gewannen nach 1983, 1994, 1995 und 1997 zum fünften Mal den WM-Titel, die Frauen verteidigten vor eigenem Publikum in Tianjin mit Bronze ihren dritten Platz von 1997 hinter Rumänien und Russland. Deutschlands Turner hatten als Achte - 0,349 Punkte fehlten zur Medaillenrunde der besten Sechs - das Sydney-Ticket erkämpft, die Turnerinnen als 15. dagegen um 1,637 die Olympia-Teilnahme glatt verpasst.

Chinas Athleten, die schon in der Vorrunde mit fast dreieinhalb Punkten vor dem EM-Zweiten Russland rangiert hatten, zeigten auch in der Medaillenrunde Extraklasse. Die Gastgeber landeten im Finale der besten Sechs einen Start-Ziel-Sieg gegen Russland und waren, angefeuert von fast 8000 Fans mit einer Jubel-Welle, nie gefährdet. Beginnend mit 38,324 am Seitpferd, ließen die alten und neuen Meister 38,649 an den Ringen, 38,549 am Sprung, 38,787 am Barren, 38,074 am Reck und 38,012 am Boden folgen. Die 230,395 reichten aus zum Triumph vor Russland (228,145) und Weißrussland (227,631); Europameister Frankreich war als Elfter schon im Vorkampf ausgeschieden.

Rumäniens Frauen-Riege hatte zuvor ihren Mannschafts-Titel verteidigt. Das Sextett von "Meistermacher" Octavian Belu besiegte im Finale Russland mit 153,527 zu 153,209 Punkten. Dritter wurde Gastgeber China (152,423) vor der Ukraine (152,338), Australien (150,932) und USA (150,213).

Dabei hatte schon nach dem ersten Gerät keiner der 7000 Zuschauer noch mit Rumänien gerechnet, nachdem gleich zwei Turnerinnen vom "Zitterbalken" gestürzt waren. Die routinierte Simona Amanar leistete sich eine 8,987, die international ebenso bekannte Corina Ungureanu eine 8,200. Doch die Mannschaft ließ sich nicht hängen, fightete und holte trotz der 37,786 die 38,850 des Erzrivalen Russland am Boden auf.

Die Entscheidung zu Gunsten des alten und neuen Champions fiel im letzten Durchgang im Fernduell Barren-Balken, als Rumänien 38,474 vorlegte, die Russinnen nach zwei Absteigern jedoch nur auf 37,625 kamen.

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