Sport : Golden League: Richards und Isinbajewa mit Jackpot-Chance

Zürich - Stabhochspringerin Jelena Isinbajewa und Sanya Richards haben ihre Jackpot-Chance gewahrt und die WM-Revanche zur stimmungsvollen Premiere im neuen Züricher Letzigrund genutzt: Fünf Tage nach dem Ende der WM in Osaka erreichte Staffel-Weltmeisterin Sanya Richards am Freitagabend bei der 79. Auflage des Leichtathletik-Meetings „Weltklasse Zürich“ mit ihrer Weltjahresbestzeit über 400 Meter in 49,36 Sekunden eine herausragende Leistung. Heute war meine WM“ sagte die 22-Jährige, in Osaka nur in der Staffel dabei. „Ich wollte zeigen, dass ich die Beste bin. Wenn ich den Jackpot hole, ist meine Saison gerettet.“

Einen weiteren Stimmungsaufheller lieferte Isinbajewa. Die Weltmeisterin überquerte die 4,80 Meter im Stabhochsprung und kann weiter auf den Jackpot hoffen. Dagegen musste sich Michelle Perry (USA) beim vierten Golden League-Meeting der Saison nach ihrer Niederlage über 100-Meter-Hürden aus dem Rennen um den Saison-Bonus in Höhe von einer Million Dollar verabschieden. Die Weltmeisterin wurde hinter der siegreichen Schwedin Susanne Kallur (12,66 Sekunden) nur Dritte in 12,68 Sekunden.

Im Letzigrund, in 13 Monaten Bauzeit für 73,5 Millionen Euro entstanden, bot die Mehrheit der zwölf anwesenden Weltmeister eher wenig. Die 7:38,77 Minuten von Doppel-Weltmeister Bernard Lagat (USA) über 5000 Meter waren das beste Beispiel für die müden WM-Teilnehmer. Dafür überzeugte Björn Otto (Uerdingen-Dormagen) als Zweiter im Stabhochsprung mit 5,75 Meter hinter dem höhengleichen Igor Pawlow (Russland). Danny Ecker (Leverkusen), immerhin Dritter bei der Weltmeisterschaft, schaffte nur die Anfangshöhe von 5,50 Meter. Der Kölner Tim Lobinger schied dagegen bei 5,65 Metern aus.

Von den Weltstars fehlten in Zürich nur vier. Neben Asafa Powell und 100-Meter-Weltmeisterin Veronica Campbell waren Chinas 110 Meter-Hürden-Weltmeister Liu Xiang und 10 000-m-Weltmeister Kenenisa Bekele (Äthiopien) nicht am Start. In Abwesenheit von Campbell entschied die 33 Jahre alte Europarekordlerin Christine Arron in 11,17 Sekunden souverän den Sprint für sich. Arrons Landsmann Mehdi Baala war über 1500 Meter in 3:38,62 Minuten nicht zu schlagen. dpa

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