Sport : Golf: Am letzten Loch die Nerven bewahrt

Mit einem Birdie am letzten Loch, einem Schlag unter dem Par-4-Standard, hat Bernhard Langer auf der dritten Runde die alleinige Führung beim 15. German Masters der Profigolfer in Pulheim verteidigt. Der Mitorganisator dieses Turniers aus Anhausen spielte eine 68er-Runde und geht heute mit 199 Schlägen (67+64+68) auf die Schlussrunde. Einen Schlag hinter ihm folgen mit je 200 Schlägen Stephen Leaney (Australien), Fredrik Jacobson (Schweden) und Greg Owen (England). Sollte Langer auch nach dem letzten Putt der vierten Runde noch vorn sein, wäre es sein vierter Masters-Sieg nach 1989, 1991 und 1997. Belohnt würde dies mit 880 000 der 5,4 Millionen Mark an Preisgeldern.

Konzentriert und kontrolliert wie immer und die Gegner im Auge, fielen Langers Putts an den Löchern 2,6,9,13 zu den vier Birdies bis zum 13. Grün. Wieder kam dem Perfektionisten entgegen, dass der Platz trotz der hervorragenden sonnigen Bedingungen immer noch um 242 m verkürzt blieb, weil zu viele nasse Stellen die noch aufgeweichten Fairways dort unbespielbar machten. "Es war heute mehr drin. Einige Putts sind knapp daneben gegangen. Auch mit zwei, drei Schlägen war ich nicht zufrieden", sagte der 44-jährige Langer, der wieder den größten Teil der mehr als 10 000 Zuschauer im Golfclub Gut Lärchenhof in seinen Bann gezogen hatte. Und Langer machte es spannend. Nach einem Bogey am 17. Loch, einen Schlag über dem Lochstandard, hatte der zweimalige US-Masters-Sieger, der gemeinsam mit Stephen Leaney und Fredrik Jacobson auf die Runde gegangen war, seine alleinige Führung vorübergehend eingebüßt. Doch auf der 18. und letzten Bahn behielt er die Nerven und schaffte als Einziger des letzten Flights ein Birdie.

Direkt hinter den engsten Verfolgern lauert nur drei Schläge zurück der schlaggewaltige John Daly. Mit seiner 64- Runde brachte sich der 125-Kilomann, der vor vier Wochen die BMW Open gewonnen hatte, in eine Angriffsposition, die Langer noch zu schaffen machen könnte. "Es ist schwer, gegen Bernhard zu gewinnen, wenn er führt. Aber ich spiele zurzeit mein bestes Golf seit dem Gewinn der US Open 1991", kündigte Daly ein "starkes Finale" an. Daly war in Begleitung von Bernhard Langer aus den USA gekommen und hatte damit als erster US-Golfstar nach den Terroranschlägen vom 11. September in New York und Washington die Reise nach Europa angetreten.

Zweitbeste Deutsche hinter Langer waren der Münchner Alexander Cejka und Wolfgang Huget aus Wegberg als 33. mit jeweils 208 Schlägen. Der vierte Deutsche, der von insgesamt 13 einheimischen Teilnehmern den Cut nach zwei Runden geschafft hatte, fiel am dritten Tag deutlich zurück. Mit 213 Schlägen ist der Kölner Marcel Siem 73.

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