Golf : Gehirntumor bei Ballesteros festgestellt

Die Golf-Legende Severiano Ballesteros ist an einem Gehirntumor erkrankt. Vor einer Woche hatte der Spanier einen Ohnmachtsanfall auf dem Madrider Flughafen.

Severiano Ballesteros
Sorgenvoller Blick: Die Golflegende Severiano Ballesteros leidet an einem Gehirntumor. -dpa

MadridEin Gehirntumor hat das Leben der spanischen Golf-Legende Severiano Ballesteros brutal verändert. "In meiner gesamten Karriere war ich einer der Besten auf dem Golfplatz. Nun, da ich vor dem schwierigsten Spiel meines Lebens stehe, möchte ich mit all meiner Kraft auch der Beste sein", erklärte der 51- Jährige aus Pedrena in einem am späten Sonntagabend von der European- Tour in London verbreiteten Statement.

Ballesteros war vor einer Woche nach einem Ohnmachtsanfall auf dem Madrider Flughafen in das Krankenhaus La Paz in der spanischen Hauptstadt gebracht worden. "Nach intensiven Untersuchungen haben die Ärzte die Wucherungen festgestellt", teilte Ballesteros mit. An diesem Dienstag werde er sich einer Biopsie (Gewebeentnahme) unterziehen. "Dann werden die Ärzte entscheiden, wie es weitergeht", ergänzte Ballesteros. Erst im vergangenen Jahr hatte er seine Profi- Karriere beendet. Dazu hatten ihn jahrelange Rückenschmerzen gezwungen, deren Ursachen nicht näher definiert wurden. Auch Herz- Rhythmusstörungen waren diagnostiziert worden.

Mit 87 Profi-Turnier-Titeln seit 1974, inklusive der drei Erfolge bei der British Open Championship und zwei US-Masters-Siegen, gilt der "Stier von Pedrena" als einer der Bedeutendsten in der Golf- Geschichte. 1997 führte er als Ryder-Cup-Kapitän das Europa-Team in seinem Heimatland bei Sotogrande im Golfclub Valderrama zum Sieg über die USA.

Ballesteros gab über seine Krankheit keine weiteren Details preis, die er zuvor seinen drei Kindern Baldomero (18 Jahre), Miguel (16) und Carmen (14) sowie der von ihm getrennt lebenden Mutter der Kinder mitgeteilt hatte. Auch nicht, ob der Tumor gut- oder bösartig sei. "Ich habe immer Solidarität mit den Menschen gezeigt, die sich einer Krankheit stellen", betonte Ballesteros. "Jetzt bitte ich um Respekt gegenüber meiner Familie und speziell meinen Kindern." (mbo/dpa)

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