Sport : Golfer Langer überrascht in Florida

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Palm Harbour/Florida Nach einer fünfwöchigen Turnierpause hat sich Deutschlands bester Golfprofi Bernhard Langer mit einer Überraschung auf der US-PGA-Tour zurückgemeldet. Der 48-Jährige schob sich am Freitag (Ortszeit) nach zwei Runden bei der Chrysler Championship in Palm Harbour/Florida mit 137 Schlägen (68+69) auf den mit drei weiteren Konkurrenten geteilten dritten Rang. Alexander Cejka (143-70+73) hat bei dem mit 5,3 Millionen Dollar dotierten Wettbewerb ebenfalls den Cut geschafft, fiel aber vom 24. auf den 47. Rang zurück. Alleiniger Spitzenreiter ist der Amerikaner Steve Lowery mit 134 Schlägen.

Umso erstaunlicher war Langers starkes Spiel, da wenige Tage zuvor der Hurrikan „Wilma“ erhebliche Zerstörungen am Haus von Langer in Boca Raton angerichtet hatte. „Ein riesiger Baum war auf unser Dach gefallen. Wir hatten keinen Strom, das Fernsehen fiel aus, wir konnten weder duschen noch kochen“, berichtete Langer von der Situation nach dem Unwetter. Über seinen Start in Palm Harbour hat Langer nachgedacht. „Wenn ich nicht für das Turnier gemeldet hätte, wäre ich auch nicht angetreten“, sagte er. Der schwierige Par-71-Kurs von Palm Harbour kommt dem Kurzspiel-Spezialisten sehr entgegen. Mit sechs Birdies und drei Bogeys spielte Langer eine gute zweite Runde, während Cejka unter dem Druck des drohenden Tourkarten-Verlustes mit sichtlicher Nervosität über den Platz zog. „Was nützt es, darüber zu spekulieren, ob ich jetzt noch die Karte schaffe oder nicht. Ich bin am Freitag schon mit Schmerzen aufgewacht, mir ging es bescheiden ausgedrückt mindestens so schlecht wie vor einer Woche bei der PGA Championship“, sagte Cejka, der damals nach der ersten Runde aufgegeben hatte. „Es geht mir langsam wieder besser, und ich werde auf jeden Fall versuchen, die nächsten zwei Wochen noch zu spielen.“

Dem Münchner Golfprofi, der inzwischen nach Bullhead City in Arizona umgezogen ist, fehlen noch rund 150 000 Dollar Prämie, um sich direkt für die neue US-Saison zu qualifizieren. „Wenn es nicht klappt, kommt noch die Qualifying School in Betracht. Wenn das auch nicht funktioniert, habe ich genug Zeit, mich um meine Gesundheit zu kümmern und mich auf Einladungsturniere vorzubereiten“, sagte Cejka, der seit Wochen unter starken Rückenschmerzen leidet. dpa

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