Sport : Goodwill Games: Der Rest der Welt schwimmt hinterher

Die Bahnrad-Asse haben bei den Goodwill Games am Wochenende in Brisbane aus deutscher Sicht mit drei Goldmedaillen für die herausragenden Resultate gesorgt. Der Erfurter Rene Wolff gewann den Keirinwettbewerb vor Danny Day (Australien). Katrin Meinke (Cottbus) bezwang im Sprintfinale der Frauen Lori-Ann Muenzer (Kanada). Ihre Klubkollegin Susan Panzer siegte im 10-km-Ausscheidungsrennen und holte zudem im Sprint Bronze.

Im 15-km-Punktefahren hatte Meinke den vierten deutschen Sieg wegen eines Regelverstoßes eingebüßt. Die WM-Dritte wurde wegen Überfahrens der blauen Linie am Bahnrand auf Rang drei zurückgesetzt - der Sieg ging an die Amerikanerin Erin Mirabella vor Katherine Bates aus Australien. Auch Matthias John (Erfurt) überzeugte im 200-Meter-Sprint, verlor erst im Finale gegen Sean Eadie aus Australien. Bronze sicherte sich der Olympiazweite Stefan Nimke (Schwerin) gegen Olympiasieger Marty Nothstein aus den USA.

Im Schwimmbecken hatte der Rest der Welt gegen Gastgeber Australien wenig zu bestellen. Die Australier gewannen bei den Männern klar mit 101 zu 47 Punkten, wobei Superstar Ian Thorpe über 400 m Freistil (3:45,40 Minuten) und in den Staffeln über 4 x 100 m Lagen (3:39,66) sowie 4 x 100 m Freistil (3:16,32) zu Siegen kam.

Bei den Frauen holte Antje Buschschulte von der SG Bayer Wuppertal im Duell Europa gegen die Gastgeber (73:76) über 200 m Rücken in 2:16,15 Minuten Silber. Deutlich schneller als die Staffel-Weltmeisterin war die Australierin Clementine Stoney (2:13, 54). Über 100 m Rücken blieb für die Wuppertalerin Rang drei (1:02, 38), über 50 m (29,22) gab es für sie nochmals Silber.

Die Niederländerin Inge de Bruijn gewann für das vom deutschen Ex-Bundestrainer Niels Bouws betreute Team Europa über 50 m Freistil in 25,00 Sekunden, die dreimalige Olympiasiegerin blieb damit mehr als eine halbe Sekunde über ihrem Weltrekord (24,13). Als Schlusschwimmerin verhalf die Holländerin der 4 x 100 m Freistilstaffel Europas in 3:42,40 Minuten zum Sieg.

Gemeinsam mit Antje Buschschulte, Madalon Baans (Niederlande), Martina Moravcova (Slowakei) belegte Inge de Bruijn dagegen über 4 x 100 m Lagen (4:04,17) nur Rang zwei hinter den Australierinnen. Für Sylvia Gerasch aus Berlin, neben Antje Buschschulte und Stev Theloke aus Chemnitz dritte Starterin für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) in Brisbane, blieb in 33,43 Sekunden ebenso Rang vier über 50 m Brust wie für die von der Universiade in Peking angereiste Krefelderin Anne Poleska über 200 m (2:30,26).

Durchwachsen fiel der Auftritt für die deutschen Beachvolleyballer aus. Die Olympiadritten Jörg Ahmann und Axel Hager (Eimsbüttel) konnten nach zwei Niederlagen zumindest noch das Spiel um Platz elf mit 2:0 (21:17, 21:11) gegen die Spanier Javier Bosma und Antonio Cotrino gewinnen. Das Damenturnier beendeten Stephanie Pohl und Okka Rau (Hamburg/Berlin) auf dem neunten Platz.

Die herausragende Leistung des Wochenendes gelang Gewichtheberin Walentina Popowa aus Russland. Die Olympiazweite schaffte im 69-kg-Limit drei Weltrekorde und erhielt 81 000 Dollar Preisgeld. Popowa verbesserte mit 255 kg im Zweikampf die zwei Jahre alte Bestmarke der Chinesin Lin Weining um 2,5 kg. Im Reißen hatte die Europameisterin mit 113,5 kg den alten Rekord um ein Kilogramm übertroffen, im Stoßen um 0,5 kg auf die neue Bestmarke von 143,5 kg. Zuvor hatte der australische Heber Sergo Chakhoyan für den ersten Weltrekord gesorgt. Der gebürtige Armenier steigerte die Bestmarke des Georgiers Georgi Asanidse im Reißen der Klasse bis 85 Kilogramm um ein Pfund auf 181,5 Kilogramm.

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