Grätsche gegen Marko Marin : Arne Friedrich: „Das war kein Elfmeter “

Herthas Arne Friedrich über den von ihm verursachten Strafstoß, der das Spiel noch mal spannend machte.

Hertha BSC Berlin - Borussia Mönchengladbach
Disput. Arne Friedrich diskutiert mit Schiedsrichter Peter Gagelmann.Foto: dpa

Herr Friedrich, mit Ihrer Grätsche gegen Marko Marin haben Sie das Spiel noch einmal spannend gemacht. Was war denn da los beim Elfmeter?



Schwer zu sagen. Der Marin macht das ganz clever. Er bekommt den Ball im Strafraum, sucht den Kontakt mit mir, ich attackiere ihn, und der Schiedsrichter pfeift. In der Liga wird so etwas gepfiffen, aber international? Also, ich würde sagen, das war kein Elfmeter, aber ich kann die Entscheidung auch akzeptieren.

Das Mönchengladbacher Anschlusstor kam so überraschend nicht. Warum hat sich Hertha nach der starken ersten Halbzeit so tief in die eigene Hälfte zurückgezogen?

Das ist ein Problem, an dem wir arbeiten müssen. Es gelingt uns leider noch nicht, eine Führung souverän über die Zeit zu bringen.

Es hat ein drittes Tor gefehlt...

... obwohl wir mehrmals die Chance dazu hatten. Das meine ich ja, wir müssen an unserer Konstanz arbeiten. Die erste Halbzeit war wirklich sehr gut, die zweite leider nicht so. Aber am Ende haben wir drei Punkte, und die zählen.

Nach 22 Spieltagen steht Hertha nun wieder zumindest für einen Tag auf dem ersten Tabellenplatz. Ist die Zeit langsam reif dafür, ein neues Saisonziel zu definieren?

Ich glaube nicht, dass es Sinn macht, Woche für Woche über dieses Thema zu debattieren. Jeder definiert sein Ziel selbst, mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Es bleibt also bei dem schon vor der Saison angestrebten Platz im Uefa-Cup? Ihre Kollegen in Hamburg sind nicht so zurückhaltend, die sprechen offen davon, dass sie Meister werden wollen.

Das ist ihre Sache. Die Hamburger haben eine gute Mannschaft, warum sollen sie nicht sagen, dass sie Meister werden wollen? Wir wissen, was wir können. Wir wissen aber auch, wie schwer es in jedem einzelnen Spiel wird.

Am nächsten Samstag spielt Hertha bei Energie Cottbus. Das ist eine perfekte Gelegenheit, sich für das bisher schlechteste Spiel einer sehr guten Saison zu revanchieren.

Cottbus wird ein Schlüsselspiel. Wenn wir da gewinnen, haben wir eine Woche später in Berlin gegen Leverkusen ein Spitzenspiel. Dafür werden wir alles tun.

Aufgezeichnet von Sven Goldmann

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