Sport : Grönefeld verliert, ist aber nun eine der 20 besten Spielerinnen

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Luxemburg Anna-Lena Grönefeld hat ihren ersten Turniersieg zwar wieder verpasst, dafür aber den Sprung unter die 20 weltbesten Tennis-Spielerinnen geschafft. Als trotz beherzten Kampfes in Luxemburg auch das dritte Endspiel ihrer noch jungen Karriere gegen US- Open-Siegerin Kim Clijsters aus Belgien 2:6, 4:6 verloren war, blieb der 20-jährigen Deutschen am Sonntag kaum Zeit, sich darüber zu ärgern. Schon am heutigen Dienstag trifft sie in Filderstadt auf die Russin Nadja Petrowa, die sich für ihre Halbfinal-Niederlage in Luxemburg revanchieren will.

„Kim hat unglaublichen Druck gemacht, und ich wollte wohl zu viel“, sagte Grönefeld, die schon in der Woche zuvor in Peking gegen die Russin Maria Kirilenko eine Final-Niederlage hatte hinnehmen müssen. „Trotzdem bin ich mit den vergangenen zwei Wochen unheimlich zufrieden.“ Für Clijsters, die in Filderstadt mit einem Freilos startet und im Halbfinale auf Grönefeld treffen könnte, war es der achte Titel in dieser Saison und der fünfte beim Hartplatzturnier in Luxemburg.

Mit ihrer Siegprämie von 93 000 Dollar schraubte die 22-jährige Clijsters, die in zwei Jahren Schluss machen will mit dem Profi-Tennis, ihr Jahressalär allein an Preisgeld auf 3,6 Millionen Dollar. Anna-Lena Grönefeld kassierte für die zweite Niederlage im zweiten Vergleich mit der Weltranglistendritten 49 500 Dollar. In ihrer bislang besten Saison hat die deutsche Nummer eins nun schon 522 000 Dollar Preisgeld verdient.

„Ich bin eine andere Spielerin als noch im letzten Jahr“, sagte Grönefeld, die seit gut zwei Jahren in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona bei Rafael Font de Mora trainiert. „Ich habe das ganze Jahr hart an meinem Spiel gearbeitet, körperlich und auch mental.“ Fehlt nur noch ein Turniersieg, auf den die deutschen Tennisspielerinnen nun schon seit mehr als drei Jahren warten. Im Juli 2002 holte Martina Müller aus Hannover den Titel in Budapest.dpa

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