Sport : "Groß feiern können wir nicht"

Pal Dardai[Sie haben die beste Mannschaft der Wel]

Pal Dardai, Sie haben die beste Mannschaft der Welt geschlagen.

Tja, das kann man so sagen. Aber deswegen sind wir noch lange nicht besser als die beste Mannschaft der Welt. Aber gegen die Bayern ein Spiel noch umzudrehen, das ist schon was.

Sie haben das Siegestor zum 2:1 geschossen. Was ist das für ein Gefühl?

Für einen Augenblick kann ich mich darüber freuen. Aber groß feiern können wir alle nicht. Am Donnerstag spielen wir hier im Olympiastadion gegen Servette Genf. Und auch dieses Spiel wollen wir gewinnen. Dann überwintern wir im Uefa-Cup.

Wie war die Stimmung bei Halbzeit? Vor allem in den ersten 15 Minuten hatte Hertha großes Glück, dass die Bayern nicht mit zwei Toren in Führung gegangen sind.

Eigentlich hatten wir bis zum Halbzeitpfiff das Spiel ein bisschen besser unter Kontrolle bekommen. Die Stimmung in der Pause war gut. Wir haben uns gesagt, dass wir Ruhe bewahren müssen. Und dass wir das noch schaffen.

Kaum dass das Spiel wieder begonnen hatte, gingen die Bayern in Führung. War das nicht ein bitterer Rückschlag?

Es war vielleicht ein kleiner Knick, aber bei dem Freistoß hatten wir für einen Augenblick den Überblick verloren. Wir haben versucht, unsere Linie durchzuhalten. Und die Zuschauer haben uns weiterhin unterstützt. Am Ende hat sich gezeigt, in welch guter körperlicher Verfassung unsere Mannschaft ist, und das trotz der Belastungen in den letzten Tagen. Und das zeigt auch, dass unser Aufwärtstrend kein Zufall ist.

Hertha ist jetzt seit zehn Pflichtspielen ungeschlagen. Was bedeutet speziell dieser Sieg gegen Bayern München?

Der Sieg über die Bayern ist schon ein besonderer. Aber eigentlich ist es egal, gegen welche Mannschaft wir die Punkte holen. Mittlerweile sieht es für uns auch in der Tabelle ganz gut aus.

Man hat der Mannschaft angemerkt, dass sie sich nie aufgegeben hat.

Ja, das stimmt. Der Wille war da. Und natürlich fiel das 1:1 durch Andreas Neuendorf zu einem guten Zeitpunkt. Und dann hatte ja Ali Daei eine Minute später sogar die Chance, uns in Führung zu bringen. Da haben wir gemerkt, dass für uns noch was drin ist.

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