• Großer Preis von Donington: Großer Gewinn beim Poker - Ralf Waldmann holt seinen 20. Sieg

Sport : Großer Preis von Donington: Großer Gewinn beim Poker - Ralf Waldmann holt seinen 20. Sieg

Hoch gepokert und alles gewonnen: Zwei Wochen nach dem Reifendebakel von Assen feierte Ralf Waldmann nach einer spektakulären Aufholjagd beim Großen Preis von England in Donington wieder einen großen Triumph. Mit einer fahrerischen Glanzleistung sicherte sich der Aprilia-Pilot aus Ennepetal von Platz 23 (!) aus in strömendem Regen und einem Herzschlagfinale seinen zweiten Saisonsieg und damit den 20. Erfolg seiner Karriere. "Waldi" triumphierte im neunten von 16 WM-Läufen in der Klasse bis 250 ccm nach 27 Runden auf dem 4,023 km langen Kurs im Reifenpoker mit nur 0,344 Sekunden Vorsprung vor dem Franzosen Olivier Jacque, der damit zum ersten Mal in seiner Karriere die WM-Führung mit 160 Punkten übernahm. Dritter wurde der Japaner Naoki Matsudo.

"Meine Taktik ist voll aufgegangen. Nur ein paar Minuten vor dem Start habe ich auf Regenreifen gesetzt, gegen den Willen meines Teams, aber auf Ratschlag von Martin Wimmer. Danke Martin. Ich habe gespürt, dass es regnen wird", sagte Waldmann, der mit 89 Zählern wieder WM-Fünfter ist und noch eine Minimalchance auf den Titel hat. "So lange der Titel noch mathematisch möglich ist, wird er nicht abgehakt", meinte der selbst ernannte Titelanwärter, der jetzt auch beim "Heimspiel" auf dem Sachsenring (23. Juli) den Sieg im Visier hat.

Dabei hatte es in Donington nach einer Pleite für Waldmann ausgesehen. Denn der 33-Jährige, der von Position sechs gestartet war, hatte als einer der wenigen Rennfahrer trotz der anfänglich abtrocknenden Piste auf Regenreifen gesetzt und rutschte in den ersten 14 Runden sogar bis auf Platz 23 ab. Für Teamkollege Klaus Nöhles (Nettetal) reichte es nach einem Sturz mit einer Runde Rückstand nur zum 16. Rang.

In der Klasse bis 125 ccm siegte der Japaner Youichi Ui nach 26 Runden mit nur 0,752 Sekunden Vorsprung vor Weltmeister Emilio Alzamora (Spanien). Der Sachse Steve Jenkner aus Hohenstein-Ernstthal, der beim ersten Versuch von Platz 21 gestartet war, jedoch wegen Frühstarts eine Zeitstrafe kassierte und beim Neustart wegen Regens von der 28. Startposition das Rennen in Angriff nehmen musste, belegte Rang 18.

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