Großer Preis von Ungarn : Hamilton startet von der Pole Position

Dem WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton winkt auf dem Hungaroring der Hattrick. Am Sonntag wird er beim Großen Preis von Ungarn von der Pole Position aus starten.

Elmar Dreher[dpa]
Lewis Hamilton
Lewis Hamilton wartet. Das Berufungsgericht verhandelt seinen Fall am 22. September. -Foto: AFP

BudapestLewis Hamilton ist dem erhofften Hattrick auf dem Hungaroring mit der Pole-Position einen Riesenschritt näher gerückt. "Ein großer Tag. Ich bin sehr, sehr zufrieden", sagte der jubelnde McLaren-Mercedes-Pilot nach der insgesamt zehnten Bestzeit seiner noch jungen Formel-1-Karriere beim Qualifying zum Großen Preis von Ungarn. Teamkollege Heikki Kovalainen rundete den Erfolg der Silberpfeile als Zweiter ab. "Das ist ein Traum. Lewis war das ganze Wochenende super, Heikki auf zwei - das ist natürlich wunderbar", betonte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug nach der dritten Trainingsbestzeit nacheinander. "Ich hoffe, wir können diese Startplätze auch in den dritten Sieg in Folge umsetzen."

Grund zu grenzenloser Freude hatte auch Timo Glock. Der Toyota-Pilot aus Wersau feierte als sensationeller Fünfter noch vor Titelverteidiger Kimi Räikkönen im Ferrari das beste Qualifying-Resultat seiner Laufbahn. "Es freut mich, dass ich den Leuten bisher schon mal eine gute Show bieten konnte. Nach der zweiten K.o.-Runde hatte ich mir noch ein bisschen mehr ausgerechnet. Aber ich bin ganz zufrieden", sagte der 26 Jahre alte Glock und ergänzte in Bezug auf seinen spektakulären Hockenheim-Unfall: "Damit ist auch endlich die Frage beantwortet, ob ich dem Team und dem Auto vertraue."

Bei Ferrari und den restlichen vier deutschen Fahrern herrschten dagegen Ernüchterung oder sogar tiefer Frust. Felipe Massa sagte zu seinem dritten Platz: "Ich war nicht hundertprozentig zufrieden mit meiner Runde. Aber ich denke, dass wir dran sind und den Jungs im Rennen Druck machen können." Allerdings wies der Brasilianer auf dem 4,381 Kilometer langen, welligen und winkligen Berg-und-Tal-Kurs bereits 0,292 Sekunden Rückstand auf Hamilton auf. Der Brite benötigte bei schwülen 31 Grad 1:20,899 Sekunden. "Es wäre toll, wenn wir auch im Rennen einen Doppelerfolg feiern könnten", sagte der Vorjahressieger bestens gelaunt.

Heidfeld wütend auf Sebastien Bourdais

Nick Heidfeld tobte dagegen nach seinem unerwartet frühen Aus in der ersten K.o.-Runde als 16.. "Ich bin total enttäuscht. Auf meiner letzten Runde waren mir gleich vier Autos im Weg. Die meisten haben wenigstens versucht, mir Platz zu machen, aber Bourdais war mir am Ende komplett im Weg", schimpfte der BMW-Sauber-Pilot aus Mönchengladbach primär über den Franzosen. Er habe gehofft, dass Sebastien Bourdais sofort bestraft werde und er so noch in die zweite Runde einziehen könne - vergeblich.

Toro-Rosso-Pilot Bourdais rechtfertigte sich: "Ich habe ihn hinter mir gesehen, aber was hätte ich anders machen sollen. Ich wollte auch meine Runde zu fahren." BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen kündigte eine Analyse des Vorfalls an: "Nick muss froh sein, wenn er von der Position Punkte holt. Das muss das Ziel sein. Für Robert geht es um mehr." Immerhin kam der Pole Robert Kubica im zweiten weiß-blauen Boliden auf Rang vier.

Sebastian Vettel verpasste den Einzug ins Qualifikations-Finale als Elfter um die Winzigkeit von 13 Tausendstelsekunden. "Das ist schade", sagte der Toro-Rosso-Vertreter aus Heppenheim. Nico Rosberg stoppte ein hydraulisches Problem, weshalb er im zweiten Durchgang nicht mehr auf die Strecke konnte und kampflos Platz 15 hinnehmen musste. "Insgesamt lief es eigentlich sehr gut, daher ist es schon sehr schade", trauerte der Williams-Toyota-Pilot aus Wiesbaden der verpassten Chance nach. Adrian Sutil (Gräfelfing) muss am Sonntag (Start 14.00 Uhr/RTL und Premiere) als 20. und damit Letzter starten.

Vor dem elften Saisonlauf führt Hamilton die Fahrer-WM mit 58 Punkten an. Dahinter folgt das Ferrari-Duo Massa (54) und Räikkönen (51). Heidfeld (41 Zähler) ist als Gesamtfünfter bester Deutscher.

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