Sport : Großer Preis von Ungarn: Schumacher hinter den Silberpfeilen

Auftakt-Niederlage für Michael Schumacher, Punktsieg für die Silberpfeile: Das Verfolger-Duo David Coulthard und Mika Häkkinen hat in der Hitze von Ungarn beim Nerven-Duell um die Formel-1-Weltmeisterschaft kühlen Kopf bewahrt und den Ferrari-Star im ersten Kräftemessen hinter sich gelassen. WM-Spitzenreiter Schumacher, dem in Budapest die "Wachablösung" droht, war im ersten freien Training Dritter hinter den McLaren-Mercedes und prophezeite für das Wochenende ein extrem spannendes Kopf-an-Kopf- Rennen. "Ich gehe nicht davon aus, dass sie uns das Leben hier einfach machen werden. Das ist umgekehrt genauso", meinte der Kerpener, der nach drei Ausfällen und zwei Startkollisionen in Folge bei den letzten Grand Prix nun auf die Wende hofft.

Zwei Silberpfeile vor zwei Ferraris - beim Aufeinandertreffen der vier möglichen WM-Kandidaten behielten die McLaren die Oberhand, aber die knappen Zeitabstände und viele Führungswechsel schon im freien Training lassen einen "Showdown" erwarten. Coulthard fuhr auf dem 3,975 km langen Hungaroring in 1:18,792 Minuten Bestzeit, der zweitplatzierte Vorjahressieger Häkkinen war nur 0,151 Sekunden langsamer. Schumacher (1:19,138) hatte 0,346 Sekunden Rückstand auf den Schotten. "Ich kann nicht behaupten, dass wir schon das Optimum aus dem Auto rausgeholt haben. Wir müssen noch viel daran arbeiten", kommentierte Schumacher.

Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug war hingegen sehr zufrieden: "Der erste Eindruck ist ein guter. Wir sind schnell unter Rennbedingungen und wollen das gleiche für das Qualifying schaffen", sagte er. Dabei hatten die Silberpfeil-Piloten im Vormittags-Training auf gezeitete Runden verzichtet, um Reifen zu sparen. Vierter war Hockenheim-Gewinner Rubens Barrichello (Brasilien).

"Monaco ohne Häuser" wird der kurvenreiche Hungaroring im Branchenjargon genannt; er verlangt den Fahrern körperlich alles ab. "Die Strecke ist ziemlich schwierig, sehr anspruchsvoll für die Piloten mit vielen Kurven, die nicht ohne sind", beurteilte Schumacher den Kurs für den zwölften WM-Lauf am Sonntag (14 Uhr/Originalübertragung in RTL und Premiere World). Dazu kommen hohe Temperaturen von fast 30 Grad. Sollte es am Wochenende noch heißer werden, wollen die Top-Teams mit zusätzlichen Luft-"Kaminen" für ausreichende Kühlung der Autos sorgen. Vorerst war dies nicht nötig. Nach dem Training begann es sogar leicht zu regnen.

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