Gruppe H : Spanien bleibt locker und siegt

Mit einem 1:0-Sieg über Saudi-Arabien hat die B-Garnitur Spaniens die WM-Gruppenphase abgeschlossen.

Kaiserslautern - Spaniens «Trainerfuchs» Luis Aragones setzt seine imposante Serie auch bei der Fußball-WM fort. Durch das 1:0 (1:0) über Saudi-Arabien am Freitagnachmittag sind die Spanier nunmehr seit 25 Spielen ohne Niederlage. Vor 46.000 Zuschauer im ausverkauften WM-Stadion von Kaiserslautern war es Juanito vorbehalten, das Tor des Tages zu erzielen (36. Minute). Nach dem dritten Sieg im letzten Spiel gewannen die Spanier die Gruppe H mit einer makellosen Bilanz. Saudi-Arabien verpasste es in einer schwachen Partie, den Favoriten mehr zu fordern und die Minimalchance auf das Achtelfinale zu nutzen.

Aragones hatte tatsächlich seine Ankündigung wahrgemacht und im Vergleich zur letzten Partie gegen Tunesien (3:1) ein komplett neues Team auf den Rasen geschickt. Unter den Edelreservisten befanden sich mit Raul, Jose Antonio Reyes, Francesc Fabregas, Iniesta oder Michel Salgado jedoch eine ganze Reihe von mehr als illustren Namen. Sein Kollege auf Seiten der Saudis, der Brasilianer Marcos Paqueta, konnte nicht derartig aus dem Vollen schöpfen. Auch deshalb vertraute er weitgehend seiner Stammelf, brachte aber mit Sami Al-Jaber den Rekordinternationalen und Publikumsliebling der Saudi-Araber erstmals von Anfang an.

Spaniens Reserve wollte zeigen, dass sie in die Stammelf gehört und kontrollierte nach einer kurzen Eingewöhnungszeit die Partie. Angetrieben von Reyes und Joaquin erspielten sie sich klare Feldvorteile. Die Saudis zogen sich sehr weit zurück und rückten selbst bei Balleroberung kaum nach. Einzig Al Jaber machte einige Male auf sich aufmerksam, ohne jedoch echte Torgefahr zu versprühen. Im Gegensatz zu Juanito, der in der 36. Minute die hochverdiente Führung für die Spanier erzielte. Nach einem Freistoß von Reyes überflog er im Strafraum sämtliche Gegenspieler und wuchtete den Ball mit der Stirn unhaltbar in den Winkel.

In der zweiten Hälfte verlor die Partie deutlich an Tempo. Die Spanier schalteten bei sommerlichen Temperaturen gleich mehrere Gänge zurück, ohne von den harmlosen Saudis ernsthaft gefordert zu werden. Die spielerische Qualität der Begegnung litt allerdings enorm. Es gab kaum noch zusammenhängende Spielzüge, bis die Saudis ihren Respekt abgelegt hatten und phasenweise das Tor von Santiago Canizares belagerten. Die zweite spanische Riege lief nur noch hinterher und versäumte es, nachhaltig auf sich aufmerksam zu machen. Aragones dürfte vor dem Achtelfinale keine Kopfschmerzen wegen der Mannschaftsaufstellung bekommen. (tso/dpa)

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