Gruppensieg : Männer spielen um WM-Medaille im Tischtennis

Die deutschen Tischtennis-Herren haben sich bei der Mannschafts-WM nach einem Krimi gegen Japan als ungeschlagener Gruppensieger direkt für das Viertelfinale am Freitag qualifiziert.

Moskau - Auch der beste Spieler der Mannschaft darf sich inzwischen eine kleine Schwäche erlauben. Als Timo Boll am Mittwoch sein zweites Einzel gegen Japan bei der Mannschafts-WM in Moskau verloren hatte, stand es auf einmal 2:2. Der Gruppensieg wackelte, ein vorzeitiges Treffen mit der Tischtennis-Weltmacht China drohte – doch Dimitrij Owtscharow gewann das letzte Spiel gegen Seiya Kishikawa und brachte die deutsche Mannschaft vorzeitig ins Viertelfinale. „Das war ein Teamsieg, und Teamsiege sind die schönsten Siege“, sagte Männer-Bundestrainer Richard Prause.

Gegen die Japaner hatte das deutsche Team schon bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking ein denkwürdiges Spiel bestritten, in dem Boll den Schlusspunkt zum 3:2 machte und seine Mannschaft zur Silbermedaille führte. „Eigentlich kann man die Spiele gegen Japan gleich bei 2:2 beginnen. Den Rest könnte man sich sparen“, sagte Boll am Mittwoch. Etwas verändert sich jedoch: Die deutsche Mannschaft wird ausgeglichener, weil Owtscharow und Christian Süß hinter Boll spielerisch gewachsen sind – und auch mental. „Das war eine ganz starke Leistung von Dimitrij“, lobte Bundestrainer Prause. „So eine Herausforderung, das letzte Spiel zu machen, reizt mich“, sagte Owtscharow. Als ungeschlagener Gruppensieger bleibt den Deutschen im Viertelfinale ein Duell gegen China erspart. Dazu kann es nun erst im Finale kommen. Deutschland trifft am Freitag auf den Gewinner der Partie Tschechien gegen Russland. dpa/teu

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