Sport : Gruppensiege in der Hand

Deutsche Handballklubs in Europa erfolgreich

Berlin - Mit ihrem jeweils zweiten Sieg sind der HSV Hamburg und der VfL Gummersbach auf dem besten Weg in die zweite Gruppenphase der Handball- Champions-League. Aber auch die SG Flensburg-Handewitt besitzt nach einem 33:30 bei Norwegens Meister Drammen HK die Chance dazu, nachdem das Team im ersten Spiel der Gruppe G gegen Ciudad Real aus Spanien verloren hatte. Zuvor hatte Gummersbach mit dem 32:30 gegen den Staffel-Favoriten MKB Veszprem aus Ungarn für eine Überraschung gesorgt und die Tabellenführung in der Gruppe F übernommen. Zum Auftakt hatte Gummersbach den isländischen Vertreter Valur Reykjavik bezwungen. Beste VfL-Torschützen waren mit je sieben Toren Roman Pungartnik, Robert Gunnarsson und Vedran Zrnic. Bei den Gästen warf Gergo Ivancsik (9 Tore) die meisten Treffer. Die Hamburger sind dank des 29:26 bei Medwedi Tschechow (Russland) Erster in der Staffel E. Besonders die Abwehr um die starken Torhüter Per Sandström und Johannes Bitter sicherte den Auswärtserfolg bei den Russen, die HSV-Trainer Martin Schwalb als Favorit auf den Gruppensieg ausgemacht hatte. Beste Werfer waren Pascal Hens (8) für Hamburg und Witali Iwanow (6) für Tschechow.

Bundesliga-Tabellenführer Flensburg- Handewitt erwischte vor rund 2000 Zuschauern in der Drammenhalle keinen guten Start. Die Norweger diktierten zu Beginn das Tempo und gingen mit 9:6 in Führung. Vor allem die beiden ehemaligen Bundesliga-Profis Frode Hagen und Glenn Solberg bereiteten der Flensburger Defensive Probleme. Doch Mitte des ersten Spielabschnitts kamen die Gäste immer besser in die Partie und erarbeiteten sich bis zur Halbzeit einen Vorsprung von drei Treffern.

Für SG-Trainer Kent-Harry Andersson war es eine gelungene Rückkehr an alte Wirkungsstätte: Von 1993 bis 1997 hatte der Schwede Drammen von der Zweitklassigkeit bis zur norwegischen Meisterschaft geführt. Beste SG-Werfer waren Michael Knudsen und Kasper Nielsen mit jeweils acht Treffern. „Das Wichtigste sind die beiden Punkte. Wir haben die Chance ausgelassen, das Spiel rechtzeitig zu entscheiden“, sagte Andersson nach dem Spiel bei seinem ehemaligen Klub. Eine Schrecksekunde hatte sein Team zu überstehen, als der eingewechselte Torhüter Dan Beutler bei einer Parade an den Pfosten knallte und vom Feld musste. Der Schwede kehrte im zweiten Durchgang wieder auf das Parkett zurück. Eingehende Untersuchungen stehen noch an. dpa

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