Sport : Gruß nach Hoffenheim

Augsburg holt nach 3:2 in Düsseldorf auf.

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Düsseldorf - Jan-Ingwer Callsen-Bracker lachte und erklärte den Überlebenskampf seiner Mannschaft für eröffnet. „Jeder hat gesehen, dass der FC Augsburg angreift“, sagte der Innenverteidiger unmittelbar nach dem 3:2 (2:0) der Schwaben bei Fortuna Düsseldorf. Es war erst der zweite Saisonsieg der Augsburger. „Bei einem heimstarken Gegner“, betonte Callsen-Bracker, „wenn wir so weitermachen, werden wir es schaffen.“

Was genau, erläuterte wenig später Augsburgs neuer Manager. „Unser erstes Ziel ist es, die Mannschaft vor uns abzufangen“, sagte Stefan Reuter. Das war ein Gruß nach Hoffenheim, das aktuell nur noch einen Punkt vor dem aufstrebenden FC Augsburg auf dem Relegationsplatz steht.

Neun Zähler hingegen fehlen Augsburg noch auf Aufsteiger Düsseldorf, der nach einer überraschend guter Hinserie keinen Anlass sah, am gewohnten Stil etwas zu ändern. Wie gehabt überließ das Team von Norbert Meier den spielerisch besseren Gästen die Initiative. Die nahmen das Angebot an.

Nach einem weiten Pass waren sich Düsseldorfs Innenverteidiger Juanan und Schlussmann Fabian Giefer uneins, wer den Ball übernehmen sollte. Juanan köpfte seinem Torwart schließlich durch die Beine – zur Freude des Augsburger Stürmer Sascha Mölders, der den Ball nur noch ins leere Tor schieben musste. Mit dem Pausenpfiff erhöhte der Südkoreaner Ja-Cheol Koo sogar auf 2:0. Und es wurde noch schlimmer für das Team von Trainer Norbert Meier.

In der zweiten Halbzeit spielte Rechtsverteidiger Tobias Levels einen schrägen Rückpass auf Giefer, woraufhin der verdatterte Keeper den Ball gegen den herbei geeilten Mölders drosch – und von dessen linker Pobacke sprang die Kugel zum dritten Mal ins Fortuna-Tor.

„Curiosum absurdum“, kommentierte Trainer Meier die Umstände des ersten und dritten Augsburger Treffers. Eine andere Kuriosität blieb aus: Als viele Zuschauern sich schon auf den Heimweg durch den rheinischen Eisregen begeben hatten, verkürzte Stefan Reisinger für die Hausherren noch auf 2:3. In der dritten Minute der Nachspielzeit traf der Mittelfeldspieler sogar nochmal – zuvor hatte Referee Manuel Gräfe wegen eines angeblichen Foulspiels von Dani Schahin allerdings abgepfiffen. Andreas Morbach

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