Sport : Gut für den Bauch

Handball: Füchse Berlin besiegen Lübbecke 33:26

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Berlin - Man kann es schon als obligatorisch bezeichnen, dass Bob Hanning vor einem Spiel der Füchse von „Bauchschmerzen“ spricht. Natürlich äußerte sich der Füchse-Manager auch so vor der Heimaufgabe gegen den TuS N-Lübbecke, zumal diese Begegnung kurz nach Tschechow und vor Kielce am kommenden Sonntag in der Champions League lag. Hanning konnte seinen Bauch zumindest kurzfristig entspannen: Die Füchse brachte das 33:26 (15:10) in der Bundesliga-Tabelle wieder auf den zweiten Rang, nachdem sie durch die Niederlage in Göppingen zwischenzeitlich auf den fünften Platz zurückgefallen waren. „Das war ein kompaktes, konzentriertes Spiel, das wir gut kontrolliert haben“, sagte Füchse-Trainer Dagur Sigurdsson nach einer „schwierigen Woche“.

Begonnen hatte es vor 6842 Fans in der Schmeling-Halle mit Hektik: Schon beim Stand von 1:1 gerieten Sigurdsson und TuS-Coach Markus Baur gestenreich und wortstark aneinander. Mit einer sehr aggressiven Abwehr versuchten die Gäste, dem Favoriten zu begegnen. Die Füchse, bei denen Silvio Heinevetter in der ersten Halbzeit eine ganz starke Leistung bot, zogen dennoch davon, vom 6:4 (14. Minute) bis zur ersten Sechs-Tore-Führung beim 13:7 (26.) Erfolgreichster Werfer in der ersten Halbzeit war Rechtsaußen Markus Richwien, der nach einer Verletzungspause wieder einen starken Formanstieg erkennen ließ. Aber auch auf Sven-Sören Christophersen (insgesamt 7 Tore), Alexander Petersson (5) und Ivan Nincevic (6) war wieder Verlass. Die Abwehr ließ ebenfalls nicht viel zu, vor allem der im Vorfeld besonders gefürchtete Drago Vukovic blieb dadurch meist wirkungslos.

Auch nach der Pause ließ die Konzentration der Berliner diesmal nicht nach. Denn da war ja auch noch ein weiterhin überragend haltender Heinevetter, der gestern allein schon mit seinen Taten die Magenschmerzen von Bob Hanning geheilt haben dürfte. Am Ende gaben sich auch noch Sigurdsson und Baur die Hand. Und Baur musste anerkennen: „Die Füchse haben uns 55 Minuten beherrscht.“ Hartmut Moheit

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