Gut gelaufen : Union plant weitere Verstärkungen

Nach einem sechstägigen Lauftrainingslager in Binz können Unions Spieler noch einmal durchatmen, bevor am 30. Juni offiziell die Saisonvorbereitung beginnt. Zwei neue Spieler wollen die Köpenicker noch verpflichten.

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Kapitän Torsten Mattuschka will seine Heimatstadt Cottbus besuchen. Der aus Hoffenheim gekommene Torhüter Daniel Haas möchte weitere Details für seinen Umzug nach Berlin klären. Trainer Uwe Neuhaus schwebt ein Trip zu seinen Kindern im Ruhrpott vor: Die Planungen beim Fußball-Zweitligisten 1. FC Union für den Kurzurlaub zwischen dem 23. und 28. Juni sind unterschiedlich. Nach dem sechstägigen Lauftrainingslager in Binz können alle Beteiligten letztmals vor dem scharfen Start der Vorbereitung durchatmen, die mit dem offiziellen Trainingsauftakt am 30. Juni im Stadion An der Alten Försterei in die zweite Etappe geht. „Mit dem jetzigen Stand können wir zufrieden sein. Am Freitag haben wir noch einen Laktattest. Da werden wir die Wahrheit sehen“, sagte Neuhaus zum Abschluss der Dienstreise auf die Insel Rügen.

Im Nordosten der Republik entstand trotz der harten Einheiten kein Lagerkoller. Das lag nicht nur am sommerlichen Wetter „Es war das erste Lauftrainingslager für mich. Ich dachte erst, dass wir jeden Tag zwei Mal laufen gehen“, sagte Angreifer Simon Terodde. „Aber es war sehr viel Abwechslung und Spaß dabei.“ Kraftübungen und Fußball-Tennis am Strand sowie Stehpaddeln in der seichten Ostsee ließen die Strapazen zweistündiger Radtouren und Laufeinheiten oft in Vergessenheit geraten. „Wir hatten ein schönes Hotel und einen guten Trainingsplatz“, sagte Spielführer Mattuschka. Aber, anstrengend sei es trotzdem gewesen: „Jeder musste seinen Schweinehund überwinden. Das ist wichtig für die erste Halbserie.“

Bis zum Transferschluss am 31. August sollen noch zwei weitere Zugänge in Köpenick auftauchen: ein Innenverteidiger und ein Stürmer. Die beiden bisherigen Verpflichtungen konnten die harmonischen Tage im Ostseesand zum Beschnuppern der Mannschaft nutzen. Bei Verteidiger Björn Kopplin vom VfL Bochum, der wegen einer im April durchgeführten Leistenoperation beim 12:0-Erfolg im Testspiel gegen eine Rügen-Auswahl geschont wurde, war das einfach. Der Ex-Unioner kennt sich noch gut im Verein aus, weil seine Mutter Susanne im Nachwuchsbereich arbeitet. Vertraut ist Kopplin auch mit seinem Wettbewerber auf der rechten Verteidigerposition. Mit Marc Pfertzel stritt er sich schon in der ersten Halbserie 2010/11 beim VfL Bochum um diesen Platz. „Marc ist ein toller Kerl. Obwohl wir Konkurrenten sind, sind wir befreundet. Er hat Qualität und eine gute Saison gespielt. Jetzt liegt es an ihm und mir, wer spielt“, sagt Kopplin.

Der neue Stammkeeper Daniel Haas ging beim Training und in Gesprächen offensiv auf die Mitspieler zu. Trotz des Vertrauens von Chefcoach Neuhaus, der Jan Glinker nun im zweiten Glied sieht, muss sich Haas in der Hierarchie hocharbeiten. Der 28-Jährige hat dafür einen Plan. „Es ist wichtig, mit den Jungs die Kommunikation zu suchen. Aber das Wichtigste ist, dass man vorneweg geht“, sagt Haas. „Ich habe einen absolut positiven Eindruck, weil in der Mannschaft viel Leidenschaft steckt. Es greift alles ineinander. Es gibt keine Grüppchenbildung.“

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