Sport : Gute Erholung in der Liga

Nach dem Europa-Aus hofft Freiburg auf Klassenerhalt.

Freiburg - Aus seinem tristen Bundesliga-Alltag kann der SC Freiburg nun nicht mehr flüchten. In der Europa League sind die Freiburger in der Vorrunde ausgeschieden und müssen ihre volle Konzentration jetzt auf den Abstiegskampf in der Liga richten.

Doch das 0:2 im letzten Gruppenspiel war vermeidbar, denn Gegner FC Sevilla war keinesfalls übermächtig. „Das tut richtig, richtig weh“, sagte Christian Streich. Der Trainer betonte, dass er seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen könne. Dass er stolz auf die Einstellung sei. Wie sie gekämpft habe, wie sie läuferisch an ihre Grenze gegangen sei. Aber wie so oft in dieser Saison erwiesen sich die Freiburger im Abschluss nur bedingt als wettbewerbsfähig.

Ob vergebene Chancen von Pavel Krmas schon nach wenigen Sekunden oder Gelson Fernandes wenige Minuten nach der Halbzeit – die Offensive des SC ist zu harmlos. Da bringt es in der Endabrechnung auch nichts, wenn Streich von einem anderen Spielausgang spricht, wenn sein Team das 1:0 oder 1:1 gemacht hätte.

„Ich bin wahnsinnig traurig, weil ich extrem Bock hatte, eine Runde weiterzukommen und weiter international zu spielen“, sagte Torwart Oliver Baumann. „Das ist das Größte für einen Fußballer, und dass wir das in Freiburg hatten, ist schon etwas Außergewöhnliches.“

Nach dem Aus im DFB-Pokal und dem unnötigen Scheitern vor der Europa-League-Zwischenrunde sind die Freiburger zumindest die Belastung der Englischen Wochen los. „Jetzt haben wir, so traurig das klingt, genügend Zeit, um uns auf die Bundesligaspiele vorzubereiten“, sagte Präsident Fritz Keller. Das ist auch nötig, denn in der Liga stehen die Freiburger nach nur elf Punkten aus 15 Spielen auf dem Relegationsplatz. Freiburgs Verantwortliche hoffen nun, dass die ersten Europokalspiele die Entwicklung des jungen Teams gefördert haben. Und dass der Abstiegskampf, anders als bei der letzten Europapokalteilnahme vor zwölf Jahren, am Ende erfolgreich läuft. „Das war für jeden von uns auf jeden Fall eine Bereicherung“, sagte U-21-Nationalspieler Matthias Ginter. „Wir können viel mitnehmen“, sagte auch Kapitän Baumann.

„Irgendwann muss die Fortuna auch wieder mal an uns denken“, sagte Präsident Keller, der trotzdem glaubt, dass die Spieler gerne in dem ungewohnten Rhythmus weitergemacht hätten. Lieber spielen als trainieren, so das Motto. Keller hat nun den Wunsch, dass die Mannschaft „die Enttäuschung so schnell wie möglich“ abstreift. Am besten schon am Sonntag beim FC Schalke 04. dpa

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